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Granikos Technology Blog

Eine der wichtigsten Lehren, die man als professioneller Service-Dienstleister im Bereich Erwartungshaltung von Kunden machen kann ist, dass eine Störung, über die der Kunde vom Dienstleister informiert wird, als nicht mehr so schlimm wahrgenommen wird. Ganz anders ist die Situation, wenn der Kunde den Dienstleister über die Störung informieren muss. In diesem Fall ist es ein Desaster.

Ein sehr aktuelles Beispiel hierzu ist die Störung im Dienst Exchange Online von Microsoft, der sich am 24. Juni 2014 zugetragen hat und über die Microsoft seine Office 365 Kunden einzig über das Service Health Dashboard informiert hat. Erschwerend kam hinzu, dass es erst einen Tag zuvor eine Störung von Lync Online gab.

Im Service Health Dashboard (SHD) wurden zwei separate Informationen veröffentlicht:

  • "Current Status: Engineers have identified an issue in which a portion of capacity that facilitates connectivity to Exchange Online services has entered into a degraded state.

    Customer Impact: Affected customers may experience an issue when trying to access some Exchange Online services.

    Incident Start Time: Tuesday, June 24, 2014, at 1:11 PM UTC

    Next Update: Tuesday, June 24, 2014, at 2:45 PM UTC"
  • "Some users in North America are experiencing issues with Lync Online due to network routing infrastructure issues. In response, engineers have routed a portion of network traffic to an alternate datacenter which has restored service for some of our customers. We are committed to fixing this issue as quickly as possible and expect the service to be restored for all customers soon. Customers can get the latest Lync Online status through the admin Service Health Dashboard."

Nachdem das Service-Team von Office 365 festgestellt hatte, dass sich diese doch wichtige Information nicht schnell genug verbreitet hatte, wurde die Information auch über das Office 365 Twitter Konto mitgeteilt. Auch hier wurde wieder die Empfehlung ausgesprochen, sich über das SHD zu informieren.

SHD - Eine Lösung?

Das SHD selber gibt nur sehr rudimentär Auskunft über den wirklichen Betriebszustand der einzelen Office 365 Dienste, die ein Kunde abonniert hat. Hinzu kommt, dass die Aktualisierung der einzelnen Stati Workflow-basiert ist und somit asynchron erfolgt.

Screenshot Service Health DashboardIn den Office 365 Help Community Foren wurde bereits frühzeitig darüber diskutiert, dass im SHD keine technischen Probleme angezeigt wurden. Eine Herausforderung ist, dass das SHD nur für System Administratoren angezeigt wird und somit Mitarbeiter in anderen Rollen gar nicht in der Lage waren, sich über die Störung zu informieren.

Die Störung wurde in den Foren teils sachlich, teils mit Ironie diskutiert. Es gab Teilnehmer, die einfach annehmen, das Störungen auftreten und voll und gang damit zufrieden sind, informiert zu werden. Andere schlugen vor, Exchange Online nun in Exchange Offline umzubennen. Und auf Twitter gab es die Empfehlung Office 365 in Office 364 umzubennen.

Mitarbeiter müssen informiert sein

Jeder System Administrator eines Unternehmens weiß, wie wichtig es ist, dass die technischen Mitarbeiter in der IT, das Servicedesk-Personal und auch die Belegschaft des Unternehmens über Störungen bei IT-Dienstleistungen informiert ist. Gerade interne IT-Abteilungen, die nicht immer den besten Stand im Unternehmen haben, erleiden in solchen Situationen einen zusätzlichen Vertrauensverlust bei der Unternehmensführung, wenn sie nicht in der Lage sind detaillierte Informationen zur Störung und zum Stand der Behebung der Störung zu liefern.

Dies unterstreicht einmal mehr, warum es für Unternehmen wichtig ist, die Überwachung von IT-Diensten und IT-Dienstleitungen selber zu betreiben. Gerade bei der steigenden Nutzung und Abhängigkeit von Cloud-basierten Diensten obliegt es dem Kunden durch eigene Überwachung frühzeitig von Störungen Kenntnis zu erlangen. Dies ist auch notwendig, damit Dienstanbieter ehrliche SLA-Berichte veröffentlichen können. Schließlich geben Dienstanbieter ein verbindliches Quality of Service (qoS) Versprechen ab, welches jederzeit kontrolliert werden muss.

Mailscape für Exchange Online (Mailscape 365) 

Viele Unternehmen entscheiden sich für eine gemischte Exchange Installation, bestehend aus einer Exchange Implementierung im eigenen Data Center und Office 365. Solch eine Hybrid-Installation unterstützt die Anforderungen der Mitarbeiter optimal. Allerdings haben die Hybrid-Installationen zahlreiche dynamische Komponenten, die einer ständigen technischen Überwachung bedürfen, um einen verlässlichen Nachrichtenfluß und die Verfügbarkeit von Kalenderdiensten zu gewährleisten.

Eine Lösung, die genau für dieses Einsatzszenarion entwickelt wurde, ist Mailscape for Exchange Online (Mailscape 365) von ENow: Exchange Online Monitoring und Reporting Tool

Nicht das erste Mal - Nicht zum letzten Mal

Dieser Ausfall von Office 365 war nicht der erste Ausfall, den die Cloud-Plattform zu erleiden hatte. Ebenso ist davon auszugehen, dass es in Zukunft immer wieder mal zu Ausfällen und Betriebsstörungen kommen wird.

Wenn Sie in der Lage sind, Ihre Anwender und die Unternehmensleitung über einen Vorfall und den dazugehörigen Fortschritt durch eigene Berichte bis zur vollständigen Wiederherstellung zu informieren, erfüllen Sie deren Erwartungshaltung vollständig. Die Anwender und die Unternehmensleitung werden dies sehr zu schätzen wissen.

Wenn Sie mehr über Mailscape für Exchange Online als Überwachungs- und Berichtslösung erfahren möchten, kontaktieren Sie uns: http://www.granikos.eu/de/Mailscape365

Links

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Wenn Sie CRM Online verwenden, möchten Sie ebenfalls den CRM 2013 Client für Outlook verwenden. Bei der Konfiguration der Client Integration kann es zu einem Fehler kommen, der ursächlich mit dem Office 365 Single-Sign-On Client und den Internet Explorer Einstellungen zusammenhängt.

Nach dem Download des Microsoft Dynamics CRM 2013 for Microsoft Office Outlook, müssen Sie die Outlook Verbindung zu Ihrem CRM Online Tenant mit Hilfe des CRM Konfigurationsassitenten konfigurieren.

Screenshot CRM Configuration

Zu diesem Zeitpunkt der Konfiguration konnte sich der Client mit CRM Online verbinden, da das Outlook Add-In den Organisationsnamen und Anzeigenamen der Organisation erfolgreich abfragen konnte. Wenn Sie nun mit der Konfiguration fortfahren möchten, kommt es zu einem Fehler in der Kommunikation mit dem CRM Online Server.

Beispiel der Fehlermeldung:

Exception : Object reference not set to an instance of an object. at Microsoft.Crm.Passport.IdCrl.OnlineServicesFederationLogOnManager.GetBrowserClientAuthInfo(String redirectEndpoint, String partner, String policy, String& postData)
at Microsoft.Crm.Outlook.ClientAuth.PassportAuthProvider`1.SignIn()
at Microsoft.Crm.Outlook.ClientAuth.ClientAuthProvidersFactory`1.SignIn(Uri endPoint, Credential credentials, AuthUIMode uiMode, IClientOrganizationContext context, Form parentWindow, Boolean retryOnError)
at Microsoft.Crm.Outlook.ClientAuth.ClientAuthProvidersFactory`1.GetAuthProvider(Uri endPoint, Credential credentials, AuthUIMode uiMode, Uri webEndPoint, IClientOrganizationContext context, Form parentWindow)
at Microsoft.Crm.Application.Outlook.Config.ServerInfo.LoadUserId()
at Microsoft.Crm.Application.Outlook.Config.ServerInfo.Initialize(Uri discoveryUri, OrganizationDetail selectedOrg, String displayName, Boolean isPrimary)
at Microsoft.Crm.Application.Outlook.Config.ServerForm.LoadDataToServerInfo()
at Microsoft.Crm.Application.Outlook.Config.ServerForm.<InitializeBackgroundWorkers>b__2(Object sender, DoWorkEventArgs e)
at System.ComponentModel.BackgroundWorker.OnDoWork(DoWorkEventArgs e)
at System.ComponentModel.BackgroundWorker.WorkerThreadStart(Object argument)

Lösung

  1. Überprüfen Sie die Version des installierten Microsoft Online Services Sign-In Assistant im Control Panel des Computers. Die installierte Version darf nicht niedriger sein als 7.250.4303.0.

    Sollte die installierte Version niedriger sein als 7.250.4303.0, müssen Sie die aktuell installierte Version deinstallieren und die aktuellste Version herunterladen und installieren.
  2. Prüfen Sie die Einstellungen der Vertrauenswürdigen Websites (Trusted Sites) in den Internet Explorer Einstellungen.

    Folgende Urls müssen in der Liste der Vertrauenswürden Websites aufgeführt sein:

    https://*.dynamics.com
    https://*.live.com
    https://*.microsoft.com
  3. Starten Sie Outlook erneut und führen Sie den CRM Konfigurationsassitenten erneut aus.

 

Links

 

Quelle: SF-Tools, CRM 2013 for Outlook configuration fails

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