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Granikos Technology Blog

On September 13, 2016
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Letzte Aktualisierung: 2016-12-19

Problem

Es gibt zahlreiche Gründe, warum externe Dienstanbieter E-Mails unter Verwendung einer E-Mail Dömane eines Kunden senden. Beispielhafte Anwednungsfälle sind z.B.

  • Marketingdienste zum Versand von Newslettern und anderen Nachrichten
  • Reisedienstleister, die das gesamte Reisemanagement abwickeln
  • Gehostete Geschäftslösungen für CRM, ERP o.ä.

Die Nutzung einer E-Mail Domäne, die ein Unternehmen bereits in Verwendung hat, birgt Riskien. Bei der Nutzung durch einen Marketingdienstleister, der hauptsächlich an externe Empfänger sendet, treten die Probleme noch nicht so deutlich hervor. Werden jedoch Dienste in Anspruch genommen, die eine Zustellung von E-Mails an interne MItarbeiter notwendig machen, kommt es zu Problemen.

Eine der einfachsten Funktionen im Rahmen des E-Mail Grundschutzes ist die Abweisung von E-Mails, die eine eigene Domäne (Accepted oder Owned Domain) als Absender nutzen.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht die Situation.

Blockierte E-Mail eines Dienstanbieters

Das Unternehmen nutzt die E-Mail Domäne varunagroup.de als primäre E-Mail Domäne. Der Dienstanbieter nutzt die Adresse news@varunagroup.de als Absender. E-Mails an externe Empfänger können meist problemlos zugestellt werden, solange der SPF Eintrag des Dienstanbieters in der externen DNS Zone varunagroup.de eingetragen ist. Die E-Mail Sicherheitslösung am Gateway verweigert die Annahme von E-Mails, da nur interne Systeme unter der Domäne varunagroup.de senden dürfen.

Am E-Mail Gateway können natürlich Ausnahmen konfiguriert werden. Diese sind aber von Natur aus wartungs- und fehleranfällig.

 

Lösung

Das Problem kann durch Nutzung von Subdomänen einfach und elegant gelöst werden.

Anstatt der Domäne varunagroup.de werden E-Mails von externen Dienstanbietern unter der Subdomäne email.varunagroup.de gesendet. In der zur DNS-Zone der Subdomäne werden der zugehörige SPF Eintrag und alle erforderlichen DKIM Einträge verwaltet.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht den Unterschied zum ersten Schaubild.

Erfolgreicher Empfang von E-Mails des Dienstanbieters

Das Unternehmen nutzt weiterhin die Domäne varunagroup.de als primäre E-Mail Domäne. Für externe Dienstanbieter wurde nun aber die Subdomäne email.varunagroup.de eingerichtet. Somit versendet der Anbieter in diesem Beispiel E-Mail Nachrichten mit der Absenderadresse news@email.varunagroup.de. Für externe Empfänger ändert sich hierdurch nichts. Für das E-Mail Sicherheitsgateway des Unternehmens ändert sich aber alles. Die Absenderdomäne email.varunagroup.de ist ist eine vollwertige externe Domäne, die durch SPF und DKIM abgesichert wurde. Alle Nachrichten des Dienstanbieters werden angenommen und an interne Empfänger zugestellt.

Bei Bedarf kann für jeden externen Dienstanbieter eine separate Subdomäne konfiguriert werden. Dieses Vorgehen ist ein wenig aufwendiger, bietet jedoch ein verbesserte Kontrolle der DNS Konfiguration.

Die nachfolgende Präsentation verdeutlich die Optionen noch einmal.

 

Richten Sie für externe Dienstanbieter, die unter Ihrer E-Mail Domäne Nachrichten versenden sollen, immer Subdomänen ein. Für Unternehmen, die Office 365 und Exchange Online nutzen, ist die Empfehlung mit der beschriebenen Subdomänen-Konfiguration zu arbeiten. Ansonsten wird Exchange Online Portection (EOP) E-Mails von externen Dienstanbietern abweisen.

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