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Granikos Technology Blog

Letzte Aktualisierung: 2017-02-08


Die E-Mail Gateway Lösung NoSpamProxy von Net at Work ist seit Kurzem als NoSpamProxy Azure Edition im Azure Marketplace verfügbar. Somit kann NoSpamProxy auch dann für den Schutz der E-Mail Kommunikation eingesetzt werden, wenn keine eigenen IT-Systeme für den Betrieb von NoSpamProxy zur Verfügung stehen.

Die in NoSpamProxy Azure integrierte Möglichkeit zur Anbindung von Office 365 bietet eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur zentralen Ver-und Entschlüsselung von E-Mails und zur sicheren Spamabwehr.

Das aktuell verfügbare Paket installiert eine Single-Server Variante, bei der die NoSpamProxy Intranet-Rolle und die Gateway-Rolle auf einem System kombiniert betrieben werden.

Die NoSpamProxy Azure Edition wird als BYOL (Bring Your Own License) System bereitgestellt und erfordert neben den Betriebskosten in Microsoft Azure den Erwerb einer NoSpamProxy Lizenz. Eine bereits vorhandene Lizenz für die aktuelleste NoSpamProxy Version kann bei einer Migration zu Microsoft Azure weiter verwendet werden.

 

Inhaltsübersicht

Betriebsmöglichkeiten
Hinweise
Bereitstellung
Links

 

Betriebsmöglichkeiten

NoSpamProxy Azure kann auf unterschiedliche Weise in Microsoft Azure betrieben werden. Das System wird standardmäßig als Workgroup System und somit ohne eine AD-Mitgliedschaft in Microsoft Azure bereitgestellt. Die einzelnen Betriebsmöglichkeiten von NoSpamProxy Azure leiten hauptsächlich dadurch ab, ob zwischen der eigenen IT-Infrastruktur und Microsoft Azure ein Site-2-Site VPN besteht oder nicht.

  • Ohne Site-2-Site VPN zu Microsoft Azure
     
    • Ein lokaler E-Mail Server (z.B. Exchange Server oder SmarterMail) nutzt NoSpamProxy Azure als externen Relay Server für ausgehende E-Mail Nachrichten, eingehende E-Mail Nachrichten werden von NoSpamProxy Azure über das Internet an den lokalen E-Mail Server weitergeleitet.
       
    • Manuelle Pflege der unternehmensinternen E-Mail Adressen mit Hilfe einer Textdatei – Automatischer Import der Textdatei durch NoSpamProxy Azure
      Diese Variante ist nur empfehlenswert, wenn die Anzahl der zu verwaltenden E-Mail Adresse überschaubar ist, da alle Adressen in einer Importdatei gepflegt werden müssen.
       
    • Optimal für Office 365 Kunden, die Benutzerkonten und E-Mail Postfächer nur in Office 365 pflegen, kein lokales Active Directory nutzen
      Die für NoSpamProxy Azure erforderliche Importdatei kann durch einen Export aus Office 365 einfach erstellt werden.
       
    • Einschränkung des RDP Zugriffes auf das NoSpamProxy Azure System auf eine externe IP-Adresse des Unternehmensnetzwerkes.
       
  • Mit Site-2-Site VPN zu Microsoft Azure
     
    • Ein lokaler E-Mail Server (z.B. Exchange Server oder SmarterMail) nutzt NoSpamProxy Azure als internen Relay Server für ausgehende E-Mail Nachrichten, eingehende E-Mail Nachrichten werden von NoSpamProxy Azure über das Site-2-Site VPN an den lokalen E-Mail Server weitergeleitet.
       
    • Automatischer Import der unternehmensinternen E-Mail Adresse aus einem LDAP Verzeichnis (z.B. Active Directory)
      Dies Variante vereinfacht die Verwaltung, da im LDAP Verzeichnis erstellte Benutzer automatisch in NoSpamProxy importiert werden.
       
    • Optimal für Office 365 Kunden, die Benutzerkonten in einem lokalen LDAP Verzeichnis pflegen und eventuell sogar eine Office 365 Hybrid-Konfiguration nutzen
       
    • Einschränkung des RDP Zugriffes auf das NoSpamProxy Azure System aus dem internen Netzwerk.

Aktuell wird eine direkte Anbindung an Azure AD nicht unterstützt, ist aber in Planung.

 

Hinweise

  • Der Azure Service für das NoSpamProxy Azure System erfordert eine Reverse-DNS Konfiguration, damit externe SMTP Server eine Reverse-DNS Prüfung erfolgreich durchführen können. Einen Link zur Reverse-DNS Konfiguration in Azure finden Sie in unter Links.
     
  • Der Name für das NoSpamProxy Azure System sollte nicht der internen IT Namenskonvention entsprechen, da der Service-Name extern auflösbar ist.

Je nach ausgewählter Azure VM können unterschiedliche Datendurchsätze hinsichtlich der verarbeiteten E-Mails pro Minute erreicht werden.

Lasttests auf Basis von Standard A Maschinen haben folgendes Ergebnis gebracht:

Größe CPU Cores Arbeitsspeicher E-Mails/Minute
Standard A1 1 1,75 100
Standard A2 2 3,5 200
Standard A3 4 7 300
Standard A4 8 14 300

 

Bereitstellung

Die nachfolgenden Schritte beschreiben die einfache Bereitstellung von NoSpamProxy Azure.

NoSpamProxy Azure Edition im Microsoft Azure Marketplace

Suchen Sie im Azure Marketplace nach NoSpamProxy und wählen Sie die NoSpamProxy Azure Edition aus.

Klicken Sie auf Create, um das NoSpamProxy Azure System zu konfigurieren.

NoSpamProxy Azure System  - Basics

Konfigurieren Sie die Parameter für

  • Name
    Name des Systems, dieser Name wird im Azure DNS eingetragen und ist somit extern auflösbar.
  • VM disk type
    Bei Auswahl von SSD muss in einem nachfolgenden Schritt auch ein Azure VM Typ ausgewählt werden, der SSD unterstützt.
  • User name, Password
    Benutzername des lokalen Administratorkontos
    Da das System in seiner Standardkonfiguration per Remote Desktop aus dem Internet erreichbar ist, sollte hier ein nicht trivialer Benutzername und ein komplexes Kennwort gewählt werden.
  • Subscription
    Azure Abonnement in dem das System erstellt werden soll.
  • Resource group
    Auswahl der Resource Group, in der das System  erstellt werden soll. In diesem Beispiel wird eine neue Resource Group erstellt.
  • Location
    Azure Region, in der die neue Resource Group erstellt werden soll.

NoSpamProxy Azure System  - Choose Size

Wählen Sie einen passenden VM Typ. NoSpamProxy hat keine großen Anforderungen an Prozessor und Arbeitsspeicher. Der verwendete SQL Server 2014 Express kommt initial mit einem kleinen System zurecht.

NoSpamProxy Azure System - Settings

In diesem einfachen Beispiel bleiben die weiteren Einstellungen unverändert. Diese können bei Bedarf individuell angepasst werden, um bereits bestehende Ressourcen zu nutzen.

  • Storage Account
    Speicherort für die VHD Dateien der VM
  • Virtual Network
    Zu verbindendes Netzwerk für das neue System
  • Subnet
    Gewünschtes Subnetz aus dem virtuellen Netzwerk
  • Public IP Address
    Externe IP-Adresse
  • Network Security Group
    Netzwerk Firewall Konfiguration

NoSpamProxy Azure System - Summary

Prüfen Sie in der technischen Zusammenfassung die Einstellung und klicken Sie OK, um die das konfigurierte System in den Warenkorb zu legen.

NoSpamProxy Azure System - Purchase

Prüfen Sie auf der Angebotsseite den ausgewählten Azure Service und die konfigurierte VM. Klicken Sie auf Purchase, um den Service und das Systemabo zu kaufen. Da es sich um ein BYOL Deployment handelt, benötigen Sie für die Konfiguration entweder eine NoSpamProxy Testlizenz oder eine gültige NoSpamProxy Volllizenz.

Melden Sie sich nach der erfolgreichen Erstellung des System per Remote Desktop an. Bei der ersten Anmeldung wird die Installation von NoSpamProxy durch einen Scheduled Task gestartet. Der Task führt folgende Schritte durch:

  • Konfiguration des vorinstallierten SQL Server Express
  • Download und Installation der aktuellen Version von NoSpamProxy
  • Aufruf der öffentlichen NoSpamProxy Azure Webseite
  • Entfernung des Scheduled Task

NoSpamProxy Azure System - Setup

Schließen oder Unterbrechen Sie das Windows PowerShell Fenster nicht.

Nach Abschluss der Installation wird die öffentliche Webseite von NoSpamProxy Azure aufgerufen. Da der Internet Explorer zu diesem Zeitpunkt noch im abgesicherten Modus läuft, erscheint ein Warnhinweis. Nehmen Sie NoSpamProxy in die Liste der Ausnahmen auf. Über diese Webseite können Sie Ihre persönliche Testlizenz anfordern.

Durch die Installation von NoSpamProxy wurden Gruppenmitgliedschaften für das Benutzerkonto des angemeldeten Administrators geändert. Um NoSpamProxy verwalten zu können, müssen Sie sich einmal ab- und wieder anmelden.

Starten Sie nach der erneuten Anmeldung die NoSpamProxy Verwaltungskonsole um beginnen Sie mit dem Import der Testlizenz oder Ihrer vorhandenen Volllizenz.

In der Verwaltungskonsole können Sie auf der rechten Seite die installierte Version von NoSpamProxy ablesen.

NoSpamProxy Azure System - Verwaltungskonsole

Nach dem Import der Lizenz erfolgt die individuelle Konfiguration von NoSpamProxy für Ihre Anforderungen.

Links

 

 

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On September 13, 2016
1605 Views
Letzte Aktualisierung: 2016-12-19

Problem

Es gibt zahlreiche Gründe, warum externe Dienstanbieter E-Mails unter Verwendung einer E-Mail Dömane eines Kunden senden. Beispielhafte Anwednungsfälle sind z.B.

  • Marketingdienste zum Versand von Newslettern und anderen Nachrichten
  • Reisedienstleister, die das gesamte Reisemanagement abwickeln
  • Gehostete Geschäftslösungen für CRM, ERP o.ä.

Die Nutzung einer E-Mail Domäne, die ein Unternehmen bereits in Verwendung hat, birgt Riskien. Bei der Nutzung durch einen Marketingdienstleister, der hauptsächlich an externe Empfänger sendet, treten die Probleme noch nicht so deutlich hervor. Werden jedoch Dienste in Anspruch genommen, die eine Zustellung von E-Mails an interne MItarbeiter notwendig machen, kommt es zu Problemen.

Eine der einfachsten Funktionen im Rahmen des E-Mail Grundschutzes ist die Abweisung von E-Mails, die eine eigene Domäne (Accepted oder Owned Domain) als Absender nutzen.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht die Situation.

Blockierte E-Mail eines Dienstanbieters

Das Unternehmen nutzt die E-Mail Domäne varunagroup.de als primäre E-Mail Domäne. Der Dienstanbieter nutzt die Adresse news@varunagroup.de als Absender. E-Mails an externe Empfänger können meist problemlos zugestellt werden, solange der SPF Eintrag des Dienstanbieters in der externen DNS Zone varunagroup.de eingetragen ist. Die E-Mail Sicherheitslösung am Gateway verweigert die Annahme von E-Mails, da nur interne Systeme unter der Domäne varunagroup.de senden dürfen.

Am E-Mail Gateway können natürlich Ausnahmen konfiguriert werden. Diese sind aber von Natur aus wartungs- und fehleranfällig.

 

Lösung

Das Problem kann durch Nutzung von Subdomänen einfach und elegant gelöst werden.

Anstatt der Domäne varunagroup.de werden E-Mails von externen Dienstanbietern unter der Subdomäne email.varunagroup.de gesendet. In der zur DNS-Zone der Subdomäne werden der zugehörige SPF Eintrag und alle erforderlichen DKIM Einträge verwaltet.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht den Unterschied zum ersten Schaubild.

Erfolgreicher Empfang von E-Mails des Dienstanbieters

Das Unternehmen nutzt weiterhin die Domäne varunagroup.de als primäre E-Mail Domäne. Für externe Dienstanbieter wurde nun aber die Subdomäne email.varunagroup.de eingerichtet. Somit versendet der Anbieter in diesem Beispiel E-Mail Nachrichten mit der Absenderadresse news@email.varunagroup.de. Für externe Empfänger ändert sich hierdurch nichts. Für das E-Mail Sicherheitsgateway des Unternehmens ändert sich aber alles. Die Absenderdomäne email.varunagroup.de ist ist eine vollwertige externe Domäne, die durch SPF und DKIM abgesichert wurde. Alle Nachrichten des Dienstanbieters werden angenommen und an interne Empfänger zugestellt.

Bei Bedarf kann für jeden externen Dienstanbieter eine separate Subdomäne konfiguriert werden. Dieses Vorgehen ist ein wenig aufwendiger, bietet jedoch ein verbesserte Kontrolle der DNS Konfiguration.

Die nachfolgende Präsentation verdeutlich die Optionen noch einmal.

 

Richten Sie für externe Dienstanbieter, die unter Ihrer E-Mail Domäne Nachrichten versenden sollen, immer Subdomänen ein. Für Unternehmen, die Office 365 und Exchange Online nutzen, ist die Empfehlung mit der beschriebenen Subdomänen-Konfiguration zu arbeiten. Ansonsten wird Exchange Online Portection (EOP) E-Mails von externen Dienstanbietern abweisen.

Links

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Im Microsoft TechNet ist die Erstellung einer Office 365 Entwicklungs- und Testumgebung detailliert beschrieben. Nach der grundsätzlichen Einrichtung der Umgebung kann dort auch die Nutzung der Advanced Threat Protection (ATP) konfiguriert und demonstriert werden.

Advanced Threat Protection

Die E-Mail Sicherheitsfunktionen der Advanced Threat Protection sind im Office 365 E5 Plan enthalten. Für andere Office 365 Pläne kann ATP separat erworben werden.

Übersicht Advanced Threat Protection in Office 365

Mit Hilfe der Advanced Threat Protection können Unternehmensnetzwerke besser vor E-Mail Bedrohungen geschützt werden. Hierzu gehören:

  • Schutz vor unsicheren E-Mail-Anhängen durch Schadsoftware-Analyse in Echtzeit
  • Schutz vor E-Mail Links zu Inhalten, die ein Sicherheitsriskio darstellen

ATP ist als Ergänzung zur regulärem Exchange Online Protection (EOP) zu sehen.

ATP in der Entwicklungs- und Testumgebung

Die Einrichtung von ATP in der Entwicklungs- und Testumgebung erfolgt nach der Basiseinrichtung der Office 365 Entwicklungs- und Testumgebung und besteht aus folgenden Punkten:

  1. Standardmäßig stellt Exchange Online E-Mail Nachrichten mit einem möglicherweise schadhaften Anhang und einem Link zu einer schadhaften Webseite direkt ins Postfach eines Anwenders zu.
  2. Konfiguration einer neuen Richtlinie für "Sichere Anhänge" und einer Richtlinie für "Sichere Links" zur Blockierung des Zugriffes auf gefährliche Webseiten.
  3. Demonstration, das neue Nachrichten mit gefährlichen Anhängen und Links zu möglicherweise schadhaften Webseiten blockiert werden.

Nach der Einrichtung der Advanced Threat Protection können Sie noch weitere Richtlinien konfigurieren und deren Auswirkungen auf die E-Mail Zustellung testen.

Mehr über Advanced Threat Protection für Safe Attachments und Safe Links finden Sie hier: https://technet.microsoft.com/library/mt148491(v=exchg.150).aspx

Links

 

 


Quelle Grafik: Microsoft

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The English version of this post can be read here.


Für die Prüfung von gültigen E-Mail Absendern stehen unterschiedliche Technologien zur Verfügung. Jede für sich genommen stellt aber nur einen Baustein einer Gesamtlösung dar. Nach aktuellem Standard ist die Empfehlung, alle drei Technologien zu implementieren.

Die Technologien sind:

  • SPF - Sender Policy Framework
    Mit Hilfe des SPF Eintrages in einer DNS Zone wird beschrieben, welche Serversysteme befugt sind, E-Mails im Namen der Domäne zu versenden. Werden E-Mails unter verschiedenen Absendedomänen versendet, so muss für jede Absenderdomäne ein SPF Eintrag konfiguriert werden.
     
  • DKIM - Domain Keys Identified Mail
    DKIM verfolgt das gleiche Ziel wie SPF. Jedoch wird bei DKIM ein Teil der E-Mail Informationen mit einem privaten Schlüssel verschlüsselt. Der öffentliche Schlüssel wird über die DNS Zone des E-Mail Absenders bereitgestellt. Die Schlüsselerstellung erfolgt heutzutage in den meisten Fällen direkt im E-Mail Server, da dieser auch die Verschlüsselung der Nachrichten durchführt.
     
  • DMARC - Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance
    DMARC setzt auf SPF und DKIM auf. DMARC führt ein sog. Alignment für SPF und DKIM durch. Dieses Alignment beschreibt eine Richtlinie, die festlegt, wie streng ein empfangender Mail-Server die Absenderinformationen gegen SPF und DKIM prüfen bzw. bewerten soll. Stefan Cink hat hierzu einen ausführlichen Artikel im Net at Work Blog verfasst.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht die Relation der Protokolle zu einander.

Relationen von DMARC, SPC und DKIM

Die Konfiguration von SPF, DKIM und DMARC ist kein Ersatz für E-Mail Nachrichtenverschlüsselung oder eine Transportverschlüsselung bei der E-Mail Übertragung. Vielmehr mehr dienen die genannten drei Technologien der Erkennung und Bewertung von gültigen Absendern und stellen einen Schutzmechanismus vor Spam dar.

Man darf nicht vergessen, dass die Konfiguration der drei Technoligen nur ein Angebot für andere E-Mail Server darstellt. Als Absender hat man schlicht keine Kontrolle darüber, ob und wie SPF, DKIM oder DMARC von der empfangenden Seite ausgewertet werden. Werden sie aber ausgewertet, so müssen die Konfigurationen korrekt und fehlerfrei sein und keine Testeinträge mehr enthalten.

Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben insbesondere die DNS Konfiguration für SPF, DKIM und DMARC. Dieser Blogeintrag stellt keine detaillierte Bewertung der drei Technologien dar, sondern beschreibt deren Implementierung.

SPF

Für jede Domäne, die E-Mails versendet, ist ein SPF Eintrag (Resource Record) in der DNS Zone einzutragen. Ein SPF Eintrag ist immer vom Typ TXT und nutzt keinen Hostnamen (oder Resource Record Namen). Er gilt immer für die gesamte zu betrachtende Zone.

Beispiel

mcsmemail.de.          3600     IN      TXT     "v=spf1 mx a:mail.mcsmemail.de ?all"

Das nachfolgende Beispiel zeigt das Anlegen eines SPF TXT Eintrages in einer DNS Verwaltungsoberfläche eines Internet-Hosters. Das Textfeld für den Hostnamen bleibt leer.

Anlegen eines SPF TXT DNS Eintrages

Die im Beispiel verwendeten Einträge bedeuten:

v=spf1
Die SPF Version des Texteintrage

mx
Die in der DNS Zone konfigurierten MX Servereinträge für eingehende E-Mails sind valide Sender

a:mail.mcsmemail.de
Der in der DNS Zone existierende A Resource Record ist ebenfalls an valider Sender

?all
Neutrale Bewertung von nicht genannten Systemen, die ebenfalls E-Mails mit dieser Domäne senden

Die Erstellung der SPF Konfiguration erfolgt am einfachsten über einen der zahlreiche Online-Konfiguratoren. Diese werten bereits die aktuelle Konfiguration der DNS Zone aus.

DKIM

Bei einem DKIM Eintrag erfolgt die Konfiguration ebenfalls über einen TXT Eintrag in der DNS Zone der Absenderdomäne. Im Gegensatz zum SPF Eintrag ist ein Name für den Resource Record verpflichtend. Im Zusammenhang mit DKIM spricht man hier vom einem Selektor.

Ein DKIM DNS Eintrag erfolgt immer unterhalb der DNS Subdomäne _domainkey.

Beispiel

nsp._domainkey.mcsmemail.eu. 3600 IN     TXT     "v=DKIM1\; k=rsa\; p=MIGfMA0GCSqGSIb3DQEBAQUAA4GNADCBiQKBgQChZM8yjegaKfd0ssKyezTW/7xbDSNc0uPd50xa5/ecerv1v3mHKM+T7mClzRmIEx+Ji6AisVeo2uvjTYPemHFMBlQpuS/4zc2QxWHqp62FSQ7lASBOzDfUrIwayPVqwSPD6NrnfVSWoUNrFGGSVeU5uLASecBzTfxPukqTHgYKhQIDAQAB"

Das nachfolgende Beispiel zeigt das Anlegen eines DKIM TXT Eintrages in einer DNS Verwaltungsoberfläche eines Internet-Hosters. Das Textfeld für den Hostnamen enthält den Selektor nsp und die Subdomäne _domainkey.

Anlegen eines DKIM TXT DNS Eintrages

Die im Beispiel verwendeten Einträge bedeuten:

v=DKIM1
Die DKIM Version des DNS Eintrages

k=rsa
Verschlüsselungsmethode des öffentlichen Schlüssels

p=MIGfMA....
Der öffentliche Schlüssel des DKIM Schlüsselpaares

DMARC

Die Konfiguration von DMARC erfolgt ebenfalls über einen TXT Eintrag in der DNS Zone der absendenden Domäne. Für die Konfiguration wird der definierte Resource Record Name _dmarc verwendet.

Beispiel

_dmarc.mcsmemail.de.     3600    IN      TXT     "v=DMARC1\; p=none\; rua=mailto:DMARCRUA@mcsmemail.de\; ruf=mailto:DMARCRUF@mcsmemail.de\; fo=1\; adkim=s\; aspf=s\; rf=afrf\"

Das nachfolgende Beispiel zeigt das Anlegen eines DMARC TXT Eintrages in einer DNS Verwaltungsoberfläche eines Internet-Hosters. Das Textfeld für den Hostnamen enthält immer den Namen _dmarc.

Anlegen eines DMARC TXT DNS Eintrages

Die im Beispiel verwendeten Einträge bedeuten:

v=DMARC1
Die DMARC Version des DNS Eintrages

p=none
Keine definierte Policy für DMARC (Dies sollte immer das Startszenario sein, bevor man zu Quarantine oder Reject wechselt)

rua=mailto:DMARCRUA@mcscmemail.de
E-Mail Adresse für aggregierte Statusberichte

ruf=mailto:DMARCRUF@mcscmemail.de
E-Mail Adresse für Fehlerbericht

fo=1
Definition der Art des Fehlerberichtes

adkim=s
Definition DKIM Prüfung, s = strict

aspf=s
Definiton der SPF Prüfung, s = strict

rf=afrf
Nachrichtenformat des Fehlerberichtes, afrf = Abuse Report Format nach RFC 5965

Die Richtlinie (Policy, p) zur Auswertung und Reaktion sollte langsam gesteigert werden. Je Richtlinie sind die Ergebnisse wie folgt:

  • none - Keine Aktion, Betroffene Nachrichten werden nur im täglichen Bericht protokolliert
  • quarantine - Betroffene Nachrichten werden als Spam gekennzeichnet
  • reject - Die Nachricht wird auf SMTP Ebene zurückgewiesen

Sehr empfehlenswert zu diesem Thema ist ein Supportartikel von Google.

Für die Überprüfung der DNS Zoneneinträge kann das PowerShell Tool von Net at Work verwendet werden. Das PowerShell script kann nur mit NoSpamProxy 11 oder höher verwendet werden. Ebenso stehen zahlreiche Online-Tools zur Verfügung. Unten finden Sie direkt Verlinkungen zu den Tools von MXToolbox.

Links

 


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Wir beraten Sie gerne: info@granikos.eu
 

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Das Exchange Blog Cumulative Update für Mai 2016 (CU0516) fasst interessante Themen rund um Exchange Server und Office 365 (Exchange Online), Azure und Skype for Business (aka Lync) des Monats Mai 2016 zusammen.

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