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Granikos Technology Blog

Mit der Veröffentlichung der Exchange Server 2019 Preview wurde auch bekannt, dass Exchange Server 2019 keine Unified Messaging Rolle (UM) mehr enthalten wird. Die UM-Rolle wurde zum ersten Mal in Exchange Server 2007 eingeführt und bot unterschiedliche Funktionen zur Sprachsteuerung eines Exchange-Postfaches. Auch wenn die Informationen von Microsoft zum Thema Unified Messaging das Wort Fax enthalten, so bietet die UM-Rolle keinen nativen Fax-Empfang.

Bis inklusive Exchange Server 2016 steht die UM-Rolle zur Verfügung und bietet u.a. folgende Funktionen:

  • Postfachzugriff und Sprachsteuerung per Telefon, Outlook für Windows und Outlook on the Web
  • Wiedergabe von Sprachnachrichten am Telefon
  • Anrufbeantworter, auch mit persönlicher Grußformel
  • Anrufbeantworterregeln mit einem Entscheidungsbaum
  • Vorschau der angehangenen Sprachnachricht per E-Mail
  • AD RMS geschützte Sprachnachrichten

 

Wie geht es weiter?

Nutzen Sie in Ihrer Exchange Organisation gegenwärtig Unified Messaging-Funktionen und planen den Wechsel zu Exchange Server 2019? In diesem Fall müssen Sie sich Gedanken darüber machen, mit welcher Technologie Sie Voicemail-Funktionen in Zukunft bereitstellen möchten.  

Das Angebot von Microsoft ist die Migration zu Cloud Voicemail, als Bestandteil von Office 365. Dieser Wechsel bringt Ihnen zwar auch alle weiteren Vorteile von Office 365, ist aber, aus unterschiedlichen Gründen, nicht für alle Unternehmen eine gangbare Lösung. Die Nutzung der UM-Funktionen von Exchange Server 2016 ist natürlich weiterhin möglich. jedoch müssen Sie daran denken, dass der Mainstrem-Support von Exchange Server 2016 am 13. Oktober 2020 endet. Unterm Strich schieben Sie die Notwendigkeit, eine andere Voicemail-Lösung zu etablieren, nur in die Zukunft.

Das nächste Problem ist, dass auch die direkte Anbindung von Voice-Kommunikation an Exchange Online über Session Border Controller (SBC) durch Microsoft abgekündigt wurde. Das bedeutet, dass lokal installierte IP-Telefonanlagen von anderen Herstellern, keinen Zugriff auf Cloud Voicemail haben werden. Die Nutzung von Cloud Voicemail erfordert zwingend den Betrieb von Skype for Business als On-Premises Telefonanlage. Der Termin für Support-Ende für die SBC-Unterstützung ist der 30. April 2019.

Die folgende Tabelle (Quelle: Jeff Guillet) verdeutlicht Ihre Optionen für die Voicemail-Nutzung mit Skype for Business und Exchange Server.

Enterprise Voice Postfach Server Exchange UM Exchange Online UM Cloud Voicemail
Skype for Business 2015 Exchange Server 2016 Ja Nein Nein
Skype for Business 2015 Exchange Server 2019 Nein Nein Nein
Skype for Business 2015 Exchange Online Nein Ja Nein
Skype for Business 2019 Exchange Server 2016 Ja Nein Nein
Skype for Business 2019 Exchange Server 2019 Nein Nein Ja
Skype for Business 2019 Exchange Online Nein Nein Ja
Skype for Business Online Exchange Server 2016 Nein Nein Ja
Skype for Business Online Exchange Server 2019 Nein Nein Ja
Skype for Business Online Exchange Online Nein Nein Ja
Skype for Business Online (ohne EV) Exchange Server 2016 Nein Nein Ja
Skype for Business Online (ohne EV) Exchange Server 2019 Nein Nein Nein
Skype for Business Online (ohne EV) Exchange Online Nein Nein Nein

*EV = Enterprise Voice

Es sei auch nicht verschwiegen, dass die Nutzung der Cloud Voicemail-Funktionen bestimmte Anforderungen an die zugewiesenen Office 365 Lizenzen hat. Sie haben folgende Möglichkeiten zur Endbenutzer-Lizensierung für Cloud Voicemail.

  • Office 365 E5
  • Skype for Business Online Plan 2
  • Office 365 E1 plus Telefonsystem

Diese Lizenzanforderungen gehen natürlich mit höhren Kosten für Office 365 Dienste einher. 

Wie Sie sehen, gibt es mehrere Randbedingungen, die bei einem Wechsel der Voicemail-Funktionen zu berücksichtigen sind. Meine Empfehlung ist, frühzeitig mit der Planung der Voicemail-Migration zu starten. 

 

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Weiterhin viel Spaß mit Exchange Server.

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Heute wurde die Preview Version von Exchange Server 2019 veröffentlicht. Damit gibt Microsoft ein klares Signal für die Weiterentwicklung der On-Premises Office-Serverprodukte.

Exchange Server 2019 - Secure, proven architecture | Performance and manageability | Delighted End Users

Die wichtigsten Features der nächsten Version von Exchange Server sind:

  • Sicherer Betrieb von Exchange Server 2019 auf Windows Server 2019 Core
    Eine Installation auf Windows Server 2019 mit Desktop Experience ist weiterhin möglich
  • Unterstützung von Serversystemen von bis zu 48 Prozessoren und 256GB Arbeitsspeicher
  • Implementierung der Suchmaschinen-Funktionen von Bing und damit eine Ablösung der in die Jahre gekommenen FAST-Suche
    Such-Indices und weitere Such-Informationen sind nun Bestandteil der Postfachdatenbanken
  • Unterstützung für SSDs als Zwischenspeicher zur Leistungssteigerung
    Diese Funktion ist in der Preview noch nicht aktiviert
  • Unified Messaging steht in Exchange Server 2019 nicht mehr zur Verfügung
    Die Unterstützung von Voice Mail Funktionen erfolgt über Cloud Voice mail und erfordert Skype for Business 2019 oder Office 365

 

Hinweis

Dies ist eine Preview Version und sollte nicht zum produtiven Betrieb einer Exchange Plattform eingesetzt werden.

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Viel Spaß mit Exchange!

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aOS AachenAm 3. September 2018 finden das Treffen der aOS Community Aachen statt. Themenschwerpunkt ist Microsofts Moderne Zusammenarbeit 2.0.

Ich werde auf der Veranstaltung in zwei Sessions über die folgenden Themen sprechen:

  • Migrating Legacy Public Folders to Modern Public Folders
  • Modern Attachments with OneDrive

 

 

Agenda

aOS Aachen | Agenda

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite des aOS Events.

Links

 

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Bei der Ausführung eines Migrations-Batches kann es beim Verschieben eines Postfaches zu einem SourceMailboxAlreadyBeingMovedTransientException Fehler kommen.

Dieser Fehler tritt auf, wenn für ein Quell-Postfach bereits das InTransit-Flag gesetzt wurde und es während der Ausführung des Migrations-Batches zu Problemen kommt. Dieses Flag signalisiert, dass bereits eine Postfach-Verschiebung aktiv ist. 

Dieses Flag ist ein sog. In-Memory-Flag und bleint auch u.U. gesetzt, wenn Sie den Migration-Batch abbrechen und löschen. 

Das Flag lässt sich nur durch einen den Neustart des Exchange Informationsspeichers bzw- durch ein Fail-Over der Postfach-Datenbank des betroffenen Postfaches löschen.

Für den Neustart des Exchange Informationsspeichers führen Sie folgenden Befehl in einer administrativen PowerShell-Sitzung aus:

Restart-Server MSExchangeIS

Der Fehler kann tritt technisch unabhängig von der Postfachgröße auf. Jedoch sind große Postfächer naturgemäß, durch die zeitliche Dauer der Migration, anfälliger für Fehler durch Probleme bei der Netzwerkverbindung. Selbst wenn die standardmäßige TCP KeepAliveTime von Windows Server von 2 Stunden auf 5 Minuten angepasst wird, wie im Blog-Artikel von Brad Hughes beschrieben. 

Ebenso tritt der Fehler bei Migration von On-Premises Exchange Server zu Exchange Online, wie auch bei lokalen Cross-Forest Migrationen auf.

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Enjoy Exchange!

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Und weiter einmal...

Die neue Version von .Net Framework wurde veröffentlicht und von Microsoft per Windows Update bereitgestellt. Das Exchange Team wiederum hat sich überlegt, die Version 4.7.2 nicht offiziell zu unterstützen. Das bedeutet, dass Sie .Net Framework 4.7.2 auf Exchange Server Systemen nicht installieren dürfen. 

Da die Verteilung per Windows Update erfolgt, müssen Sie die Installation per Registrierungsschlüssel auf jedem Exchange Server blockieren. 

Mit der folgenden BlockNetFramework472.reg Datei können Sie den Registrierungsschlüssel schnell und einfach setzen.

 

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Weiterhin Viel Spaß mit Exchange Server!

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