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Granikos Technology Blog

Wie verändert sich mein IT-Arbeitsplatz in einer cloudbasierten Welt?

Read the English version of this post at ENow's ESE-Blog: Is my workplace as an IT-Professional safe in a cloud-based world?

 

Wird mein Arbeitsplatz als IT-Administrator noch benötigt, wenn mein Arbeitsgeber die IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert?

 

Mit dieser Frage beschäftigen sich viele IT-Administratoren, sobald der Arbeitgeber das strategische Ziel "Wir migrieren in die Cloud" ausgerufen hat. Der technologische Enthusiasmus beim Thema Cloud-Technologien lässt oft keinen Raum für die aufkommenden Ängste der Angestellten.

Einer der regelmäßig angeführten Gründe für eine Einführung von Cloud-Technologien in Unternehmen ist die Möglichkeit, die Anzahl der IT-Mitarbeiter zu reduzieren. Durch die Abschaffung der lokalen IT-Infrastruktur würde automatisch weniger Personal für den laufenden Betrieb benötigt.

Hier verspüren IT-Mitarbeiter schnell eine Ohnmacht in ihrer beruflichen Situation, da die Entscheidung für einen Wechsel zu Cloud-Technologien meist nicht begründet wird und die persönlichen Vorurteile gegen die Cloud negative Empfindungen fördern.

 

Veränderung

Diese Ohnmacht ist jedoch unbegründet.

Ich möchte das Gefühl der Ohnmacht in der persönlichen beruflichen Situation nicht verharmlosen. Aber es gibt keinen Grund, sich dieser Ohnmacht einfach zu ergeben.

Die Einführung von Cloud-Technologien ist weder von Grund auf etwas Böses, noch ist es das einzig Heilbringende für die IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Cloud-Technologien bieten aber neue Möglichkeiten und damit wesentlich flexiblere Betriebsszenarien, als sie mit einer lokalen und statischen IT-Infrastruktur möglich sind. Man darf auch nicht vergessen, dass Cloud nicht automatisch bedeutet, dass IT-Komponenten und Daten bei Drittdienstleistern verarbeitet werden. Die Flexibilität der Cloud-Technologien kann ich auch als private Cloud in meiner eigenen IT-Infrastruktur betreiben.

Und hier kommen Sie als IT-Mitarbeiter ins Spiel. Ihr Arbeitgeber ist darauf angewiesen, dass Sie sich dem Thema Cloud annehmen, Cloud-Technologien kennenlernen und zu bedienen wissen. Sie müssen in der Lage sein, die von externen Beratern erstellten Cloud-Konzepte bewerten zu können. Dies gilt nicht nur für den klassischen IT-Administrator, sondern ebenso für Datenbank- und Applikationsadministratoren.

Die technologischen Möglichkeiten, Daten zu speichern, Applikationen zu betreiben und Dienste bereitzustellen, ändern sich stetig. Damit geht automatisch ein stetiges Lernen für die Planung und Nutzung dieser Technologien einher. In der klassischen IT erfolgten Softwareänderungen oft nur in einem 2-Jahres Rhythmus durch die Einspielung von Service Packs. Clouddienste erfreuen uns mit Neuerungen, Änderungen, aber auch Streichungen von Funktionen in einem wöchentlichen Rhythmus. Und dies ist ganz unabhängig davon, ob es sich um Software-as-a-Service, Platform-as-a-Service oder Infrastructure-as-a-Service handelt.

Diese Veränderungen und insbesondere die Veränderungsgeschwindigkeit schüren verständlicherweise die Angst um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes.

 

Zukunft

Wie sieht die Zukunft für Administratoren in der IT aus?

Es gibt keinen Grund, dass die Veränderungen bei der Einführung und Nutzung von Cloud-Technologien Ihnen Angst machen. Der für das Unternehmen passende und sichere Betrieb von Cloud-Technologien benötigt gut ausgebildetes Personal. Sie verfügen gegenüber externen Cloud-Beratern über einen ganz entscheidenden Vorteil, Sie kennen die Bedürfnisse und Anforderungen der Mitarbeiter und des Unternehmens. Sie haben die Chance, die Einführung und den Betrieb von Cloud-Technologien in Ihrem Unternehmen mitzugestalten. Finden Sie Ihren persönlichen Themenschwerpunkt in den zahlreichen Cloud-Technologien und etablieren Sie sich so als Experte in Ihrer IT-Abteilung.

“Be passionate and bold. Always keep learning. You stop doing useful things if you don't learn.”
– Satya Nadella, CEO, Microsoft

Im Idealfall ist Ihr Beruf nicht nur Beruf, sondern sogar Berufung. Die tägliche Arbeit soll Spaß machen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Arbeitgeber und damit Ihr Arbeitsplatz nicht den modernen Anforderungen anpasst und technische Veränderung nicht stattfindet, dann habe ich nur einen Rat für Sie: Wechseln Sie den Arbeitgeber. Insbesondere dann, wenn er Ihre persönliche Weiterbildung ausdrücklich nicht fördern möchte.

Bringen Sie Ihr IT-Wissen auf Stand und nutzen Sie das Internet, um Veränderung zu gestalten. Die folgenden Quellen sind nur als Einstieg aufgeführt. Viele der Angebote sind kostenfrei.

Haben Sie Mut zur Veränderung. Das Erlernen neuer Technologien ist bei weitem nicht so schwer, wie man es sich gemeinhin vorstellt. Und wenn Sie neues Wissen erlangt haben, haben Sie auch den Mut, sich zertifizieren zu lassen.

Als erstes Zertifizierungsziel empfehle ich Ihnen die Zertifizierung zum MCSA: Office 365.

 

Zusammenfassung

Es ist vollkommen normal, dass Sie ein Gefühl der Ohnmacht erfasst, wenn sich große Veränderungen, wie die Einführung von Cloud-Technologien, an Ihrem IT-Arbeitsplatz ankündigen. Es gibt aber keinen Grund, in diesem Gefühl zu erstarren. Sehen Sie es als Chance für Ihre berufliche Weiterentwicklung.

Nutzen Sie die zahlreichen kostenfreien und auch kostenpflichtigen Angebote zum Erlernen der unterschiedlichen Cloud-Technologien. Finden Sie Ihr thematisches Fachgebiet und etablieren Sie sich hier als Experte für Ihre IT-Abteilung. Ihr Arbeitgeber ist auf fachlich qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Haben Sie Mut zur beruflichen Veränderung.

Cloud ist kein Ort - Cloud ist ein Gedanke

 



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