de-DEen-GB
rss

Granikos Technology Blog

The English version of this post is published at ENow's ESE blog: Modern Authentication in Exchange Online

 

Keyboard LogoAbschaltung der Basic Authentication für Exchange Online

In ihrem Blogartikel Improving Security - Together hat die Exchange Produktgruppe angekündigt, die unsichere Authentifizierungsmethode Basic Authentication zum 13. Oktober 2020 nicht nur für die Exchange Web Services (EWS) abzuschalten, sondern zusätzlich auch für Exchange ActiveSync (EAS), POP, IMAP und Remote Exchange PowerShell.

Bei der Basic Authentication handelt es sich um eine in die Jahre gekommene Authentifizierungsmethode, die im Vergleich zu modernen Authentifizierungsmethoden Schwächen hat. Diese Schwächen führen dazu, dass diese Authentifizierungsmethode immer wieder von Angreifern verwendet wird, um unberechtigten Zugriff auf Ressourcen zu erlangen. Exchange Online und Azure AD sind, als globale Clouddienste, immens vielen Angriffen dieser Art ausgesetzt.

 

Mehr Sicherheit mit moderner Authentifizierung

Die moderne Authentifizierung (Modern Auth), basierend auf OAuth 2.0, bietet im Zusammenspiel mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einen umfassenderen Schutz für den Zugriff auf Exchange Online und andere Cloud-Ressourcen. Diese Art der Authentifizierung ist nicht neu, setzt sich für bestimmte Zugriffsarten aber nur langsam durch. Die Unterstützung für Modern Auth wird bereits seit Office 2013 unterstützt und ist seit Version 2016 nativ in das Produkt integriert.

Für mobile Endgeräte stellt sich die Situation etwas anders dar. In vielen Fällen erfolgt der Zugriff auf Exchange Online Postfächer mit nativen E-Mail-Clients der mobilen Endgeräte statt. Diese verwenden in den meisten Fällen das ActiveSync-Protokoll (EAS). EAS wiederum bedient sich standardmäßig der Basic Authentifizierung und ist daher für die Zukunft nicht mehr das passende Protokoll für den Zugriff auf Exchange Online. Hier ist Outlook Mobile (Android/iOS) die bessere Alternative. Mit Outlook Mobile haben Sie die Möglichkeit, die Authentifizierung der Benutzerkonten zusätzlich mit MFA abzusichern.

Für die Protokolle SMTP, POP und IMAP gibt es eine besondere Herausforderungen. Diese Protokolle unterstützen heute die moderne Authentifizierung (noch) nicht. Für den Zugriff auf Mitarbeiter-Postfächer stellt dies noch keine Problem dar, da dieser Zugriff immer über das Protokoll MAPIoverHTTP erfolgen sollte. Das eigentliche Problem sind all die anderen Applikationen, die Sie gegenwärtig für einen POP/IMAP-Postfachzugriff und SMTP-Mailversand über ein Exchange Online Postfach konfiguriert haben. Hierzu gehören z.B. Ticketsysteme, ERP-Lösungen oder individuell programmierte Line-of-Business-Applikationen (LOB).

Ähnlich sieht es für die Authentifizierung von PowerShell-Skripten aus, die auf einem Ihrer internen Skript-Server ausgeführt werden und Aktionen gegen Exchange Online ausführen. Für die direkte Anmeldung an die Exchange Online PowerShell mit Modern Auth können Sie bereits heute das Exchange Online PowerShell Modul mit MFA oder die Azure Cloud Shell verwenden.

 

Was muss ich tun?

Die Deaktivierung der Basic Authentication für Exchange Online hat direkte Auswirkungen auf die von Ihnen betreute IT-Infrastruktur. Um eine Unterbrechung im Zugriff auf Exchange Online-Ressourcen zu vermeiden, müssen Sie wissen, mit welchen Protokolle Anwender und Applikationen auf Exchange Online-Endpunkte zugreifen. Die Exchange Produktgruppe wird ein Software-Tool zur Auswertung bereitstellen, dass Sie bei der Analyse der Zugriffsarten unterstützt.

Für den Zugriff auf Exchange Postfächer von Windows Desktops ist die Maßnahme einfach. Wenn Sie noch ältere Windows Desktop Betriebssystem im Unternehmen einsetzen, wechseln Sie auf Windows 10 als Standard-Betriebssystem und migrieren Sie die Office-Installation zu Office 2019 bzw. Office 365 ProPlus.

Nutzen Sie Outlook Mobile für den Zugriff auf Exchange Online Postfächer. Outlook Mobile lässt sich über die gängigen Mobile Device Management (MDM) Lösungen zentral auf mobile Endgeräte verteilen und konfigurieren. Mit Hifle von Mobile Application Management (MAM) und Conditional Access können Sie die Sicherheit beim mobilen Zugriff auf Exchange Online Postfächer noch weiter erhöhen.

Für automatisierte PowerShell-Skripte wird die Anpassung auf Modern Auth schwieriger. Sie können für die Ausführung der Skripte in der lokalen IT-Infrastruktur das Exchange Online PowerShell Modul mit MFA implementieren. Hierbei müssen Sie allerdings bedenken, dass Skripte mit einer längeren Ausführungszeit in technische Probleme laufen werden. Wenn Ihre Skripte von Timeouts und Skriptverzögerungen, sog. Micro Delays, betroffen sind, müssen Sie die Strategie zur Skriptausführung überdenken und den Skript-Code anpassen. Eventuell ist es vorteilhafter, eine professionelle Softwarelösung zur Ausführung von Skripten einzusetzen, die Modern Auth nativ unterstützt. PowerShell-Skripte, die nur Aktionen gegen Exchange Online oder anderen Office 365 Endpunkten ausführen, können auch in Azure Automation betrieben werden.

Wichtig ist auch noch einmal der Hinweis, dass sich die Deaktivierung der Basic Authentifizierung auf Exchange Online bezieht. Die On-Premises Variante von Exchange Server 2019 ist davon nicht betroffen.

 

Fazit

Die Exchange Produktgruppe ist sich der Herausforderungen für die Kunden bewusst. Der Titel des Original-Artikels Improving Security - Together ist mit Bedacht gewählt. Ein besserer Schutz von Exchange Online Postfächern und Ressourcen ist nur möglich, wenn die Erhöhung der Sicherheit gemeinsam, also von Ihnen als Office 365 Kunde und der Exchange Produktgruppe, umgesetzt wird.

Bereiten Sie sich und Ihre IT-Infrastruktur rechtzeitig auf die Abschaltung der Basic Authentication vor. Erstellen Sie einen realistischen Zeitplan für die notwendigen Konfigurationen und Anpassungen, um spätestens im Juli 2020 die Umstellung abgeschlossen zu haben. Es hat sich schon immer bewährt, einen zeitliche Puffer einzuplanen.

Die Erhöhung der Sicherheit geht immer mit Komfortverlust einher. Dieser Komfortverlust ist jedoch zu verschmerzen, wenn man den Sicherheitsgewinn gegenüberstellt.

 

Links

 

Viel Spaß mit Exchange Online!

Weiterlesen »

Photo by Max DeRoin from PexelsDas Blog Cumulative Update für September 2019 (CU0919) fasst interessante Themen rund um Cloud SicherheitExchange ServerOffice 365, Microsoft Teams und Azure des Monats September 2019 zusammen.

Exchange Server

Microsoft 365 | OneDrive | Exchange Online | and more

Microsoft Teams

Skype for Business Server | Communications

Microsoft Azure

Cloud | Cloud Sicherheit

Docs | Knowledge Base | TechNet

Allgemein

Replay

Podcast Empfehlungen

Tools

 


Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Exchange Server Implementierung oder Migration.

Sie denken über einen vollständigen Wechsel zu Microsoft 365 oder eine Hybrid-Konfiguration mit Office 365 nach? Wir beraten Sie umfassend und neutral über die Möglichkeiten der Office 365 Plattform und Microsoft 365.

Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 erfahren? Gerne erläutern wir Ihnen die technischen Änderungen und Chancen für Ihr Unternehmen in einem individuellen Workshop. Bis dahin, werfen Sie doch einen Blick in das Microsoft Exchange Server 2019: Das Handbuch für Administratoren.

Weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie auf unserer Website (https://www.granikos.eu) oder Sie kontaktieren direkt unser Vertriebsteam: info@granikos.eu

 

Weiterlesen »

Photo by Max DeRoin from PexelsDas Blog Cumulative Update für Mai 2019 (CU0519) fasst interessante Themen rund um Cloud SicherheitExchange ServerOffice 365, Azure und Skype for Business des Monats Mai 2019 zusammen.

Exchange Server

Microsoft 365 | OneDrive | Exchange Online | and more

Microsoft Teams

Skype for Business Server | Communications

Microsoft Azure

Cloud | Cloud Sicherheit

Docs | Knowledge Base | TechNet

Allgemein

Replay

Podcast Empfehlungen

Tools

 


Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Exchange Server Implementierung oder Migration.

Sie denken über einen vollständigen Wechsel zu Office 365 oder eine Hybrid-Konfiguration mit Office 365 nach? Wir beraten Sie umfassend und neutral über die Möglichkeiten der Office 365 Plattform und Microsoft 365.

Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 erfahren? Wir empfehlen das Standardwerk zu Exchange Server 2019 von Thomas Stensitzki "Exchange Server 2019 - Das Handbuch für Administratoren".

Weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie auf unserer Website (https://www.granikos.eu) oder Sie kontaktieren direkt unser Vertriebsteam: info@granikos.eu

 

Weiterlesen »

Photo by Max DeRoin from PexelsDas Blog Cumulative Update für April 2019 (CU0419) fasst interessante Themen rund um Cloud SicherheitExchange ServerOffice 365, Azure und Microsoft Teams des Monats April 2019 zusammen.

Exchange Server

Microsoft 365 | OneDrive | Exchange Online | and more

Microsoft Teams

Skype for Business Server | Communications

Microsoft Azure

Cloud | Cloud Sicherheit

Docs | Knowledge Base | TechNet

Allgemein

Replay

Podcast Empfehlungen

Tools

 


Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Exchange Server Implementierung oder Migration.

Sie denken über einen vollständigen Wechsel zu Office 365 oder eine Hybrid-Konfiguration mit Office 365 nach? Wir beraten Sie umfassend und neutral über die Möglichkeiten der Office 365 Plattform und Microsoft 365.

Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 erfahren? Gerne erläutern wir Ihnen die technischen Änderungen und Chancen für Ihr Unternehmen in einem individuellen Workshop.
Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 lernen? Werfen Sie einen Blick in das Buch "Microsoft Exchange Server 2019: Das Handbuch für Administratoren".

Weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie auf unserer Website (https://www.granikos.eu) oder Sie kontaktieren direkt unser Vertriebsteam: info@granikos.eu

 

Weiterlesen »
Aktualisierung 2019-04-26

 

Der browserbasierte Zugriff auf ein Exchange Postfach mit Hilfe von Outlook on the Web (OWA) ermöglicht Ihren Anwendern die Anzeige und Bearbeitung von Office-Dateianhängen ganz ohne Medienbruch in eine andere Applikation. 

Für Kunden von Microsoft 365 und Exchange Online sind hierzu keine weiteren Konfigurationen notwendig. Die Integration von Office Online mit Outlook on the Web ist standardmäßig aktiviert. Jedem Anwender wird automatisch eine Standard-Richtlinie zu gewiesen. Zu den Betriebsrisiken später mehr.

Wenn Sie diese Funktion auch für Ihre lokale Exchange Organisation bereitstellen möchten, müssen Sie zuerst eine Office Online Server Umgebung aufbauen und, falls erforderlich, aus dem Internet erreichbar machen. Die Anforderungen und Implementierungsoptionen einer Office Online Umgebung schauen wir uns in einem der nächsten Artikel an.

In Outlook on the Web wird die Möglichkeit einer Anzeige im Browser im Auswahlmenü eines Dateianhanges anzeigt:

Office Online (Server) Preview eines Dateianhanges

Ebenso ist das Öffnen des Anhanges das Standardverhalten bei einem Klick auf den Dateinamen.

 

Problem

Im Rahmen einer betrieblichen Anforderung kann es notwendig sein, dass bestimmten Anwendergruppen der Zugriff auf Office Online aus OWA heraus zu unterbinden und stattdessen das Herunterladen von Office-Dateianhängen zu erzwingen.

Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein.

 

Lösungen

Je nachdem, ob Sie Office Online als SaaS-Lösung in Microsoft 365 nutzen, oder aber Ihre eigene Office Online Server Umgebung betreiben, stehen Ihnen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung. DIe von Office Online (Server) bereitgestellten Funktionen werden nciht nur von OWA verwendet. 

 

Konfiguration einer neuen OWA-Postfachrichtlinie

Die Option einer neuen OWA-Postfachrichlinie (OwaMailboxPolicy) steht Ihnen für Microsoft 365 und die lokale Exchange Organisation zur Verfügung. Die Erstellung einer neuen OWA-Postfachrichtlinie ist zwar auch über das Exchange Admin Center, jedoch ermöglicht dieser Weg anschließend nur eine sehr rudimentäre Konfiguration. Daher empfehle ich Ihnen, OWA-Postfachrichtlinien immer mit Hilfe der Exchange Management Shell (EMS) zu erstellen und zu verwalten. Wenn Sie mit Exchange Online arbeiten, stellen Sie bitte sicher, dass Ihr administratives Konto mit einer Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) geschützt ist und Sie das speziell hierfür zur Verfügung gestellte PowerShell Modul verwenden.

Die Erstellung einer neuen OWA-Postfachrichlinie gliedert sich immer in zwei Schritte:

  1. Erstellung der neuen Richtlinie mit Hilfe des Cmdlets von New-OwaMailboxPolicy
  2. Konfiguration der neu erstellen Richtlinie mit Hilfe des Cmdlets Set-OwaMailboxPolicy

Im folgenden Beispiel erstelle ich in Exchange Online eine neue OWA-Postfachrichlinie für das fiktive Unternehmen Contoso. Der Name der neuen Richtlinie ist Contoso-Restricted-OWA-Policy.

# Aktivierung der PowerShell-Protokollierung (Transkript)
Start-Transcript

# Uneingeschränkte Anzeige von Array-Inhalten
$FormatEnumerationLimit=-1

# Erstellung der neuen OWA-Postfachrichtlinie
New-OwaMailboxPolicy -Name 'Contoso-Restricted-OWA-Policy'

# Auflistung der Namen der vorhandenen OWA-Richtlinien
Get-OwaMailboxPolicy | ft Name

Nach der Erstellung der neuen Richtlinie wurden alle Standard-Einstellungen der Richtlinie im PowerShell-Fenster ausgegeben. Dank der aktivierten Protokollierung haben Sie diese Einstellungen in der Transkript-Textdatei festgehalten.

In diesem Artikel interessieren wir uns für die relevanten Einstellungen zu Office Online (Server). Diese Einstellungen verbergen sich in den Parametern mit dem Kürzel Wac.

# Auflistung der Wac-relevanten Parameter der OWA-Richtlinie
Get-OwaMailboxPolicy 'Contoso-Restricted-OWA-Policy' | FL *wac*

WacEditingEnabled                      : True
WacViewingOnPublicComputersEnabled     : True
WacViewingOnPrivateComputersEnabled    : True
ForceWacViewingFirstOnPublicComputers  : False
ForceWacViewingFirstOnPrivateComputers : False
WacExternalServicesEnabled             : True
WacOMEXEnabled                         : False

Die gewünschte Deaktivierung von Office Online erfolgt über die Parameter WacViewingOnPublicComputersEnabled und WacViewingOnPrivateComputersEnabled. Mit diesen beiden Parametern wird festgelegt, ob für den Anwender, dem diese Richtlinie zugewiesen ist, eine Anzeige des Anhanges in Office Online möglich ist oder nicht. Die Möglichkeit zur Anzeige wird für öffentliche und private Computer getrennt konfiguriert. Seit Exchange Server 2013 werden Zugriffe per OWA immer als Zugriffe von einem privaten Computer gewertet.

Die Bedeutung der Wac-relevanten und aller anderen Parameter ist auf der Hilfe-Seite des Cmdlets Set-OwaMailboxPolicy bestens beschrieben. 

Nach der Erstellung muss die neue Richtlinie noch einzelnen oder allen Anwenderkonten zugewiesen werden.

# Zuweisung der neuen OWA-Richtlinie an ein einzelnes Anwenderkonto
Get-CASMailbox AllanD | Set-CASMailbox -OwaMailboxPolicy 'OwaMailboxPolicy-Default'

# Zuweisung der neuen OWA-Richtlinie an alle vorhanden Anwenderkonten
Get-CASMailbox | Set-CASMailbox -OwaMailboxPolicy 'OwaMailboxPolicy-Default'

# Optionale Konfiguration der neuen OWA-Richtlinie als Standardrichtlinie
Set-OwaMailboxPolicy 'Contoso-Restricted-OWA-Policy' -IsDefault:$true

Nach der Zuweisung der neuen OWA-Postfachrichtlinie wird die Möglichkeit zur Vorschau eines Dateianhanges nicht mehr angezeigt.

Dateianhang ohne Vorschaufunktion

Wenn Sie die neu erstellte OWA-Postfachrichlinie Anwendern zuweisen, die zu diesem Zeitpunkt in OWA angemeldet sind, so haben die neuen Einstellungen noch keine Wirksamkeit. Die Einstellungen der neu zugewiesenen Richtlinie werden erst nach einer Ab- und Anmeldung an OWA wirksam.

Mit dieser Konfiguration wird nur die direkte Nutzung von Office Online im Zusammenspiel mit Outlook on the Web konfiguriert. 
Die Nutzung von Office Online durch SharePoint, Microsoft Teams oder andere cloudbasierte Dienste von Microsoft bleibt unbeeinträchtigt.

 

 

Deaktivierung der Office Online Lizenz

Auf den ersten Blick erscheint die Deaktivierung der Office Online Lizenz im Rahmen eines Office 365-Lizenzplanes auch eine Möglichkeit zu sein, um die Nutzung von Office Online zu verhindern.

Sie deaktivieren die Office Online Lizenz direkt in der Lizenzzuweisung eines Anwenders im Microsoft 365 Admin Center oder über die gruppengesteuerte Lizenzzuweisung in Azure AD.

Deaktivierung der Office Online Lizenz in einem Office 365 Lizenzplan

Aber führt diese Anpassung der Lizenzzuweisung zum gewünschten Ergebnis? Nein, leider nicht.

Stand der Information: 24. April 2019

Die Deaktivierung der Lizenzzuweisung von Office Online hat keine Auswirkungen auf

  • das Öffnen und Bearbeiten von Dateianhängen in Outlook on the Web
  • das Öffnen und Bearbeiten von Dokumenten in SharePoint Web oder OneDrive for Business Web
  • das Öffnen und Bearbeiten von Dokumenten in Microsoft Teams Desktop oder Web

Damit scheidet die Option zur Zugriffssteuerung von Office Online über die Lizenzzuweisung für einen Anwender aus. 

 

Risiken

Wie bei vielen anderen Richtlinien von Exchange Online und Exchange Server existiert nach der ersten Einrichtung des Office 365 Tenants bzw. der Exchange Organisation eine Standardrichtlinie zur Konfiguration der Outlook on the Web (OWA) Einstellungen für alle Anwender. Da der Zugriff auf OWA ebenfalls standardmäßig für alle Anwender aktiviert ist, müssen Sie sich mit der Konfiguration der Standardrichtlinie auseinandersetzen.

Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über all die Zusatzfunktionen, die im Rahmen einer OWA-Richtlinie gesteuert (*enabled) werden.

# Beispielhafte Abfrage der Parameter einer OWA-Richtlinie, die eine Zusatzfunktion steuern
Get-OwaMailboxPolicy 'OwaMailboxPolicy-Default' | FL *enabled*

Diese Abfrage liefert Ihnen eine Grobüberischt der vorhandenen Einstellungen und deren Standardkonfigurationen. Überprüfen Sie alle Einstellungen für OWA-Postfachrichtlinien, ob sie den Compliance-Anforderungen Ihres Unternehmens entsprechen. Sie finden dieser EInstellunge in der Dokumentation für das Cmdlet Set-OwaMailboxPolicy.

 

Hinweis

Denken Sie beim Thema Office Online auch daran, dass Office Online auch Dokumente öffnen kann, die bei externen Speicheranbietern liegen. Die Nutzung von externen Speicheranbietern, aus Sicht von Office 365, kann im Microsoft 365 Admin Center ausgeschaltet werden.

Wählen Sie im Menüpunkt Einstellungen > Dienste und Add-Ins den Punkt Office Online aus.

Konfiguration von Office Online im Microsoft 365 Admin Center

 

Setzen Sie den Schieberegler für die Konfiguration Personen die Verwendung von gehosteten Speicherdiensten von Drittanbietern gestatten aus Aus und speichern Sie die Einstellung.

Deaktivierung von externen Speicheranbietern für Office Online

 

 

Links

 

Viel Spaß mit Microsoft 365 und Exchange Server!

 

 

Weiterlesen »