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Granikos Technology Blog

Letzte Aktualisierung am 11. Januar 2020

 

Logo Office 365 Outlook on the WebOutlook

Outlook ist in diesem Fall die Kurzbezeichnung von Outlook on the Web, also der Webversion des E-Mail-Clients Outlook. Die Abkürzung lautet OWA.

Outlook ist Ihr zentraler Webclient für den Zugriff auf Ihr persönliches Postfach, freigegebene Postfächer, Konversationen von Office 365 Gruppen und Öffentliche Ordner, insofern Sie diese verwenden.

Innerhalb von Outlook stehen Ihnen neben den Standardfunktionen eines E-Mail-Clients noch weitere Funktionen als AddIns zur Verfügung, die allerdings eine Aktivierung oder sogar eine Anwenderlizensierung erfordern. Dies sind z.B.:

  • FindTime, eine Lösung zur einfachen Organisation von Besprechungsterminen mit externen Teilnehmern
  • Insights, Auswertung von Kommunikations- und Aktivitätsbeziehungen auf Basis von MyAnalytics
  • Nachrichten melden, ein AddIn zur Meldung von E-Mail-Nachrichten als Junk- oder Phishing-E-Mail

Weitere, automatisch aktive AddIns sind Bing Maps, Meine Vorlagen oder Abonnement kündigen. Die Verwaltung dieser AddIns erfolgt durch den Office 365 Administrator. 

Outlook ist ein vollwertiger E-Mail-Client und eine leitungsstarke Alternative zur klassischen Desktopversion von Outlook. 

Der folgende Screenshot zeigt den Outlook on the Web Posteingang.

Screenshot Outlook on the Web Inbox

 

Logo Office 365 KalenderKalender

Der Office 365 Kalender ist die webbasierte Variante des aus Outlook für Desktop bekannten Kalenders. 

Hier haben Sie die Möglichkeit, den persönlichen Kalender, freigegebene Kalender anderer Postfächer oder Kalender von Office 365 Gruppen anzuzeigen. Wenn Sie mehrere Kalender gleichzeitig auswählen, werden die Informationen farbig getrennt übereinandergelegt dargestellt. 

Sie können Termine einfach mit der Maus verschieben und neue Termine, Terminserien und Besprechungen erstellen. Bei der Erstellung einer Besprechung haben Sie auch die Möglichkeit, direkt ein Teams-Meeting anzulegen.

Der folgende Screenshot zeigt den Office 365 Kalender mit der aktivierten Ansicht des persönlichen Kalenders und mehrerer Office 365 Gruppenkalender.

Screenshot Office 365 Outlook on the Web Kalender

 

 

Logo Office 365 PersonenPersonen

Office 365 Personen ist das Äquivalent zu den persönlichen Kontakten in Outlook für Desktop. 

Hier können Sie neue Kontakte erstellen oder bestehende bearbeiten. Die hier durchgeführten Änderungen werden auch auf Ihre mobilen Endgeräte synchronisiert, solange das persönliche Office 365 Postfach eingebunden ist.

Der folgende Screenshot zeigt die persönlichen Ansicht der persönlichen Kontakte mit dem direkten Zugriff auf die dem Anwender zur Verfügung stehenden Adresslisten (unten links).

Screenshot Outlook on the Web - Personen

 

Innerhalb dieser Ansicht können Sie auch die Office 365 Gruppen einsehen, in den Sie Mitglied oder deren Besitzer Sie sind. Nach Asuwahl einer Gruppen erhalten Sie Informationen, für welche Office 365 Applikationen die Gruppe aktiviert ist. ´Wenn für eine Gruppen ein Datenbereich aktiviert ist, haben Sie über diese Ansicht direkten Zugriff auf die zur Gruppe gehörenden Dateien. Als Besitzer können Sie hier die Mitglieder Ihrer Gruppen pflegen.

Der folgende Screenshot zeigt die Gruppenansicht als Besitzer, inklusive den Details einer ausgewählten Office 365 Gruppe.

Screenshot Outlook on the Web Personen mit Office 365 Gruppen

 

Logo Office 365 AufgabenAufgaben

Auf der Microsoft Ignite 2019 Konferenz wurde bekanntgegeben, dass die unterschiedlichen Quellen für persönliche Aufgaben, z.B. Planner oder Outlook Aufgaben, in der To Do-Applikation zusammengeführt werden.

Wenn Sie über Outlook on the Web werden Sie automatisch zu To Do umgeleitet und auf das neue Aussehen von Aufgaben hingewiesen:

Screenshot - Office 365 To Do


Ob in Ihrem Tenant noch die alte Aufgabenliste Anwendung findet oder ob für Ihren Tenant bereits To Do aktiviert ist, erkennen Sie in Outlook on the Web an den folgenden Icons:

Wenn das folgende folgende Icon angezeigt wird, nutzen Sie bereits To Do:

Screenshot OWA To Do Icon

 

Wenn das folgende Icon angezeigt wird, nutzen Sie noch die alte Aufgaben-Funtkion von Outlook on the Web.

Screenshot OWA Aufgaben Icon

 

Mehr zu To Do finden Sie in diesem Blogartikel 

 

Tipps

  • Achten Sie bei Reisen ins Ausland darauf, dass Sie die OWA-Zeitzone korrekt konfigurieren. Ohne eine Anpassung an die lokale Zeitzone Ihres Aufenthaltsortes werden die Einträge in Ihrem Kalender falsch angezeigt. Dies wirkt sich auch auf Benachrichtigungen aus.

 

Links

 

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Viel Spaß mit Microsoft 365.

 

 

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Auf der Microsoft Ignite 2015 Konferenz in Chicago wurden erste Informationen über Exchange Server 2016 veröffentlicht.

Es wurde klar artikuliert, dass keine Abkehr von On-Premise Versionen geplant ist. Die Anforderungen der Microsoft Kunden werden auch in der Zukunft On-Premise Versionen von Exchange Server erforderlich machen. Wie neue Funktionen ihren Weg in die On-Premise Version von Exchange finden, hat sich aber bereits mit Exchange Server 2013 geändert. Neue Funktionen werden zuerst in Office 365 (Exchange Online) entwickelt, bereitgestellt und stabilisert. Nachfolgend wird entschieden, ob eine Funktion den Weg in die On-Premise Variante von Exchange Server findet. Microsoft beschreibt diesen Weg als "Delivering Innovation".

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht diesen Prozess:

Delivering Innovation mit Exchange Server 2016

Exchange Server Rollen

Jede Version von Exchange Server ging mit einer Änderung der Server Architektur einher. Mit Exchange Server 2016 lassen wir das mit mit Exchange Server 2007 eingeführte Konzept der Rollen fast komplett hinter uns. In Exchange Server 2016 exisitiert nur noch eine intere Rolle, der Mailbox Server. Hinzu kommt nur noch die Edge Rolle für den bereits bekannten Einsatz in der DMZ.

In der Mailbox Rolle sind nun alle Funktionen zusammengefasst, die in Exchange Server 2013 noch auf CAS und Mailbox aufgeteilt waren. Exchange Server 2016 nutzt eine tiefe Integration mit dem Office Web Apps Server, um in Outlook Web App 2016 eine direkte Bearbeitungsmöglichkeit für Office Dokumente anzubieten.

Die nachfolgenden beiden Schaubilder verdeutlichen die Architekturunterschiede zwischen Exchange Server 2013 und Exchange Server 2016.

Exchange Server 2013

Architektur Exchange Server 2013

Exchange Server 2016

Architektur Exchange Server 2016

Exchange Server Client Konnektivität

Mit Exchange Server 2016 ergeben sich keine grundlegenden Änderungen für die Kommunikation von Clients zum Exchange Server. Clients verbinden sich weiterhin über einen Load Balancer mit dem "Proxy" Endpunkt. Im Gegensatz zu Exchange Server 2013 kann der Proxy-Layer aber nicht mehr auf dedizierte Server installiert werden. Die Separierung von CAS und Mailbox-Rollen wurde bereits in der Preferred Architecture für Exchange Server 2013 nicht mehr empfohlen.

Exchange Server 2016 arbeitet mit einem Proxy-Layer. Dieser ist jedoch in einem Building Block auf dem Server integriert.

Auch für die Konnektivität für Unified Messaging ergeben sich keine Änderungen. Verbindungen zum Proxy-Layer werden zum direkten UM-Endpunkt umgeleitet.

Die beiden nachfolgenden Schaubilder verdeutlichen die Unterschiede in der Client Konnektivität zwischen Exchange Server 2013 und Exchange Server 2016.

Exchange Server 2013

Client Konnektivität Exchange Server 2013

Exchange Server 2016

Client Konnektivität Exchange Server 2016

Funktionen

Was bietet Exchange Server 2016 jenseits der Veränderungen in der Architektur? Die großen Themenblöcke, die Microsoft mit Exchange Server 2016 besetzen möchte sind: 

  • Better Collaboration
  • Smarter Inbox
  • Mobile Productivity
  • Modern Datacenter
  • Security & Compliance

Better Collaboration

Unter dem Titel Better Collabiration soll durch die Integration von Exchange und SharePoint das Arbeiten mit Dateianhängen grundlegend verändert werden. Anstatt Office Dateien in unterschiedlichen Versionen per E-Mail zu versenden und so die Postfächer mit unnnötigen Daten zu füllen, sollen nur noch Links zu den entsprechenden Dateien versendet werden. Die Dateien werden hierzu in SharePoint bzw. OneNote for Business gespeichert. Die erforderlichen Berechtigungen zum Bearbeiten oder zur Ansicht werden für die E-Mail Empfänger automatisch vergeben. Dies ermöglicht den Anwendern, an einer Version des Dokumenten gemeinsam zu arbeiten. Diese Funktionen werden durch den Einsatz des Office Web Apps Servers ermöglicht.

Selbst mit externen Kommunikationspartnern ist solch eine Kollaboration möglich. Hier ergeben sich für Unternehmen aber auch neue Herausforderungen. Die Veröffentlichung der Funktionen und die Möglichkeit, dass externe Anwender Zugriff auf Dokumente erhalten können, erfordern eine detaillierte Planung der Infrastruktur und der notwendigen Konfigurationen.

Das nachfolgende Schaubild zeigt die erforderlichen Komponenten:

Better Collaboration

Smarter Inbox

Die Nutzung des Posteinganges unterscheidet sich grundlegend in zwei Varianten:

  1. Ablegen in Ordnern
  2. Stapeln im Posteingang

Es existieren zahlreiche Ratgeber zum effizienten Arbeiten mit E-Mail und dem Posteingang. Leider gibt es nicht die eine Antwort und E-mail wird aus unterschiedlichsten Gründen noch ein lange Zeit der primäre Weg der digitalen Kommunikation sein.

Exchange Server 2016 versucht mit einem intelligenteren Posteingang das Arbeiten mit Outlook zu verbessern. Hierzu gehört eine Verbesserung bei den Suchergebnissen und Beschleunigung der Suche selber. Hinzu kommt eine bessere Unterstützung für Add-Ins in Outlook.

Die neue REST API von Exchange Server 2016 erleichtert die Entwicklung von einheitlichen Add-Ins für Outlook Add-ins mit Anbindung an Exchange On-Premise oder Exchange Online.

Weitere Verbesserungen sind:

  • Inline URL Vorschau
  • Inline Video Player
  • Intelligente Auswahl von Empfängern

Zu den OWA Verbesserungen gehören:

  • Verbessertes HTML Rendering
  • One-Click Archivierung
  • Kontakt Verlinkung
  • CSV Import von Kontakten
  • Smarte Action Schaltflächen
  • Verbesserte Ansicht von Dateianhängen

Mobile Productivity

Durch den immer größeren Verbreitungsgrad von mobilen Endgeräten, erfolgt auch der Zugriff auf E-Mails immer mehr von diesen Geräten. Nach einer Studie von Experian erfolgten in Q3 2014 53% aller Zugriffe auf E-Mails von Telefonen oder Tablets.

Hier ist das Ziel, eine einheitliche Erfahrungswelt über alle Gerätetypen hinweg zu schaffen. Anstatt wie in der Vergangenheit unterschiedliche Exchange ActiveSync Clients auf mobilen Endgeräten zu haben, möchte Microsoft die einheitliche Outlook Erfahrung ermöglichen. Dies wird erreicht durch:

  • Outlook für Windows 10
  • Outlook für iOS und Android

Modern Datacenter

Exchange Server 2016 wurde für den Betrieb in modernen Datacentern entwickelt. Dieses Anspruch wird Exchange hauptsächlich durch die vereinfachte Softwarearchitektur und die vereinfachten Hardwareanforderungen erreicht. Die Preferred Architecture für Exchange Server 2016 setzt nicht auf komplexe Virtualisierung, sondern auf den Einsatz von einfachen Standardservern und JBOD als Speichermedium.

Exchange Server 2016 soll auf Standardhardware betrieben werden und so zusätzliche Single-Point of Failures vermeiden helfen.

Die Koexistenz mit Exchange Server 2013 ist einfacher zu implementieren als die Koexistenz in vorherigen Exchange Versionen. Grund hierfür ist einfach die starke Ähnlichkeit zwischen Exchange Server 2013 und 2016.

Die automatische Reparatur von Postfachdatenbanken erhöht die Verfügbarkeit und vermindert das Risiko von Datenverlusten. Dies wird erreicht durch "DB Divergence Detection", "Loose Trunctation" und den Einsatz des ReFS Dateisystems für Datenlaufwerke.

Für ein modernes Deployment von Exchange Server 2016 stehen der Betrieb einer DAG ohne adminstrativen Endpunkt und die Unterstützung von Azure File Share Witness zur Verfügung. Unternehmen, die noch ein klassisches Backup vewenden, werden von einer DAG ohne administrativen Endpunkt nicht profitieren können, da die Hersteller von Backup-Software sich mit dieser neuen Cluster-Variante (Funktion von Windows Server 2012 R2) schwer tun. Ebenso ist die Funktion eines Azure File Share Witness nicht für alle Unternehmen möglich.

Die Indizierung der passiven Postfachdatenbanken erforderte in der Vergangenheit immer eine Kommunikation mit der aktiven Kopie. Mit Exchange Server 2016 erfolgt die Indizierung nur direkt in der passiven Kopie, was zu einer Reduzierung des Datenverkehrs führt.

Security & Compliance

Exchange Server 2016 bringt neue Funktionen zur Data Loss Prevention, zur Auditierung und zu eDiscovery. Die Informationen und Funktionen von DLP Policies stehen nun nicht nur in Outllok zur Verfügung, sondern auch in anderen Office Client Produkten und in SharePoint. Hierdurch ergibt sich eine einheitliche Erfahrung für den Anwender. DLP Policies werden somit nicht erst beim Versenden von Nachrichten angewandt, sondern bereits beim versuchten Aufrufen von Dateien.

Das Auditierungsschema wurde in Anlehnung zu Office 365 vereinheitlicht. Dies erleichtert die Auswertung der Audit/Protokolldateien in einer Hybrid-Konfiguration. Ebenso wurden die Such- und Filterfunktionen verbessert.

Neue Öffentliche Ordner können nun auch auf In-Place Hold gesetzt werden.

Ausblick

Exchange Server 2016 bietet zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen bekannter Funktionen. Jedoch muss man auch die kommende Version von Exchange Server 2016 als Version 1.0 eines On-Premise Produktes sehen. Durch den mit Exchange Server 2013 eingeführten Deployment Zyklus von drei Monaten, müssen sich Unternehmen auf einen schnelleren Rolloutplan einstellen. Rein technisch wird alle drei Monate ein neues Produkt eingeführt. Interne Change Prozesse rund um Exchange müssen auf die neuen Anforderungen hin angepasst werden.

Exchange Server 2016 befindet sich sich gegenwärtig noch im geschlossen TAP Programm mit ausgewählten Kunden. Die öffentliche Beta-Phase für Exchange Server 2016 ist für den Sommer 2015 vorgesehen. Als geplanter Veröffentlichungstermin für Exchange Server 2016 ist Herbst/Winter 2015 vorgesehen.

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