de-DEen-GB
rss

Granikos Technology Blog

Exchange Server 2010 Logo mit HerzlinieNun ist es doch passiert. Seit dem 13. Oktober 2020 ist der Extended Support für Exchange Server 2010 endgültig beendet.

Manche Exchange Administratoren werden dem Ende von Exchange Server 2010 nachtrauern. Als letzte Exchange Version alter Bauart, bot Sie eine MMC-basierte Verwaltungsoberfläche. Mit dem Nachfolger Exchange Server 2013 wurde die UI-basierte Verwaltung per Webbrowser und dem Exchange Admin Center Pflicht. Der Wegfall der der Exchange Management Console (EMC) wird noch heute als größtes Manko der modernen Exchange Versionen genannt.

Exchange Server 2010 war der notwendige Zwischenschritt, um technologische Lösungen einzuführen, die uns noch heute in Exchange Server 2019 begegnen. manche Funktionen haben allerdings den Namen geändert.

Welche Veränderungen brachte Exchange Server 2010?

  • Moderne Hochverfügbarkeit

    Mit Exchange Server 2010 wurden die Datenbankverfügbarkeitsgruppen (DAG) eingeführt. Damit wurden die mit Exchange Server 2007 eingeführten Cluster-Varianten CCR, SCR und LCR bereits wieder ersetzt. Die Schwächen der 2007er Cluster-Varianten hatte Microsoft im Betrieb des BPOS-Clouddienstes kennengelernt. Sie skalierten nicht und boten keinen ausreichenden Schutz vor dem Ausfall mehrerer Systeme.
     
  • Shadow Redundancy

    Neben der verbesserten Hochverfügbarkeit in der Bereitstellung von Postfächern, fehlte eine funktionierende Hochverfügbarkeit für die Verarbeitung von E-Mail-Nachrichten. Dies wurde mit der Funktion Shadow Redundancy und den Schattenwarteschlangen erreicht. Mit einer richtig konfigurierten Multi-Site DAG kann seither ein ausfallsicherer Nachrichtenfluss gewährleistet werden.
     
  • Single Instance Storage

    Die Funktion des Single Instance Storage (SIS), bis zu Exchange Server 2007 ein Garant für eine Reduzierung des benötigten Dateispeicherplatzes von Postfachdatenbanken, vertrug sich nicht mit den HA-Funktionen der DAG. Daher stand diese Funktion in Exchange Server 2010 nicht mehr zur Verfügung. Dies wurde bei der Veröffentlichung von Exchange Server 2010 heiß diskutiert. Die Verfügbarkeit von immer günstiger werdenden Festplattenspeicher relativierte diese Diskussion schnell. 
     
  • PowerShell

    Exchange Server 2010 war die erste Produktversion, die über eine sinnvoll nutzbare PowerShell-Verwaltung verfügte. Seitdem ist die Exchange ManagementShell der Kernbestandteil jeder guten Exchange Verwaltung. Der heutige Betriebsalltag wäre ohne PowerShell nciht denkbar.
     
  • Role-Based Access Control 

    Mit der PowerShell-Implementierung von Exchange Server 2010 wurde auch das rollenbasierte Zugriffskonzept (RBAC) für Exchange Server eingeführt, das heute selbst in Exchange Online noch verwendet wird. Mit Hilfe von RBAC war und ist es wesentlich einfacher, Berechtigungen zur Verwaltung von Exchange Objekten zu delegieren
     

Exchange Server 2010 hat die Basis für wichtige Funktionen der modernen Exchange Server Versionen und für Exchange Online gelegt. Aber nun ist, auch nach der Verlängerung des erweiterten Supports, der letzte Vorhang für Exchange Server 2010 gefallen. Wie auch bei vorherigen Versionen von Exchange Server kommt das Supportende für viele Kunden überraschend. Die Zahl der Exchange Organisationen, die noch aktive Exchange Server 2010 verwenden, wird weltweit auf mehr als 100.000 geschätzt. Ich halte diese Zahl, auch vor dem Hintergrund der Erfahrung aus Beratungsprojekten, für realistisch. Immerhin begegnen mir auch noch Exchange Server 2007 Systeme in produktiven Exchange Organisationen.

Der 13. Oktober 2020 ist auch für Exchange Server 2016 ein wichtiges Datum. An diesem Tag endete der Mainstream Support für Exchange Server 2016 und damit auch die Bereitstellung regelmäßiger kumulativer Updates. Ab diesem Zeitpunkt werden nur noch bei Bedarf kumulative Updates und dringende Sicherheitsaktualisierungen veröffentlicht.

Es ist also Zeit, sich Gedanken über die Transition zu Exchange Server 2019 oder Exchange Online zu machen.

 

Zum Supportende von Exchange Server 2010 und welche Bedeutung dies für den Mittelstand hat spreche ich am 23. Oktober im Rahmen des WMBS#TALK mit Sven Langenfeld und Manfred Helber.
Weitere Infos zum WBSC#TALK finden Sie hier: 

 

Links

 

Adieu Exchange Server 2010. 

Weiterlesen »

Logo Azure ADFür eine ausfallsicheren Betrieb der Azure AD Pass-Through Authentifizierung (PTA) ist der Betrieb von mehreren Authentifizierungsagenten empfohlen. Als Empfehlung gilt der Betrieb von mindestens drei PTA-Agenten.

Nach dem Herunterladen und der Installation des PTA-Agenten kann die finale Registrierung bei Azure AS u.U. fehlschlagen. Dieses Problem tritt hauptsächlich in Netzwerkinfrastrukturen auf, in denen die Nutzung eines Proxy-Servers für ausgehenden Verbindungen zu den Microsoft 365 Endpunkte Pflicht ist. Die Gründe für einen Fehler bei der Registrierung sind entweder ein falsch konfigurierter Proxy oder fehlende Einträge in der Internet Explorer Zonenkonfiguration für die vertraute Websites.

Wenn dieser Fehler in Ihrer Umgebung auftritt, empfehlen ich Ihnen, die Installation des PTA-Agenten und die Registrierung bei Azure AD in zwei getrennten Schritten durchzuführen. Um diese Schritte durchführen zu können, benötigen Sie ein Azure AD Benutzerkonto, das Mitglied der Rolle "Global Administrator" ist.

  1. Laden Sie zuerst den aktuellen Release des PTA-Agentern herunter: https://aka.ms/getauthagent
  2. Kopieren Sie die Installationsdatei auf den Server, auf dem der PTA-Agent betrieben werden soll
  3. Öffnen Sie ein administratives Kommandozeilenfenster und installieren Sie die Software im Silent-Modus ohne automatische Registrierung des Agenten:
AADConnectAuthAgentSetup.exe REGISTERCONNECTOR="false" /q
  1. Öffnen Sie eine administrative PowerShell-Session, navigieren Sie zum Standardinstallationspfad und registrieren Sie den PTA-Agentenmanuell
# Navigation zum Standardinstallationspfad
cd "C:\Program Files\Microsoft Azure AD Connect Authentication Agent"

# Eingabe der Anmeldeinformationen des Globalen Administrators
$cred = Get-Credential

# Registrierung des PTA-Agenten mit Hilfes des RegisterConnector.ps1 Skriptes
# Mehrzeiliges Beispiel:
.\RegisterConnector.ps1 `
-ModulePath "C:\Program Files\Microsoft Azure AD Connect Authentication Agent\Modules\" `
-ModuleName "PassthroughAuthPSModule" `
-AuthenticationMode Credentials ` 
-UserCredentials $cred `
-Feature PassthroughAuthentication

# Einzeiliges Beispiel
.\RegisterConnector.ps1 -ModulePath "C:\Program Files\Microsoft Azure AD Connect Authentication Agent\Modules\" -ModuleName "PassthroughAuthPSModule" -AuthenticationMode Credentials -UserCredentials $cred -Feature PassthroughAuthentication

 

Die Schnellstart-Anleitung des Azure AD Pass-Through Agenten beinhaltet ein Beispiel für die automatische Installation des PTA-Agenten als Teil einer automatischen Server-Provisionierung. Das aktuelle Beispiel referenziert das falsche PowerShell-Modul mit dem Namen AppProxyPSModule. Das aktuellte Release des PTA-Agenten beinhaltet kein PowerShell-Modul mit diesem Namen. Sie müssen das PowerShell-Modul PassthroughAuthPSModule, wie im o.g. Beispiel, für die Registrierung verwenden.

 

Links

 

Viel Spaß mit Azure AD!

 

 

Weiterlesen »

Photo by Max DeRoin from PexelsDas Blog Cumulative Update für September 2020 (CU0920) fasst interessante Themen rund um Cloud SicherheitExchange ServerOffice 365, Microsoft Teams und Azure des Monats September 2020 zusammen.

Allgemein

 

Logo Exchange Server 2019Exchange Server

 

Logo Office 365Microsoft 365 | OneDrive | Exchange Online | and more

 

Logo Microsoft TeamsMicrosoft Teams

 

Logo Microsoft AzureMicrosoft Azure

 

Cloud | Cloud Sicherheit

 

Logo Microsoft LearnMicrosoft Training

 

Microsoft Docs | Tech Community | Knowledge Base

 

Logo Skype for BusinessSkype for Business Server | Communications

 

Podcast Empfehlungen

 

Tools

 

 


Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Exchange Server Implementierung oder Migration.

Sie denken über einen vollständigen Wechsel zu Microsoft 365 oder eine Hybrid-Konfiguration mit Office 365 nach? Wir beraten Sie umfassend und neutral über die Möglichkeiten der Office 365 Plattform und Microsoft 365.

Sie planen den Einsatz von Microsoft 365 Business Premium für Ihr Unternehmen? Der Leitfaden Microsoft 365 Business - Migration und Konfiguration hilft Ihnen bei der sicheren Konfiguration Ihres Microsoft 365 Mandanten.

Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 erfahren? Gerne erläutern wir Ihnen die technischen Änderungen und Chancen für Ihr Unternehmen in einem individuellen Workshop. Bis dahin, werfen Sie doch einen Blick in das Microsoft Exchange Server 2019: Das Handbuch für Administratoren.

Weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie auf unserer Website (https://www.granikos.eu) oder Sie kontaktieren direkt unser Vertriebsteam: info@granikos.eu

 

Weiterlesen »

Illustration Öffentliche OrdnerIm Hinblick auf das kommentde Support Ende von Exchange Server 2010 und das Ende des Mainstream-Supports von Exchange Server 2016 begegnen mir wieder vermehrt Fragen zur Migration von Öffentlichen Ordnern. 

Die Fragen gliedern sich in die beiden Themenfelder Legacy Public Folder und Modern Public Folder. Von Legacy Public Foldern sprechen wir bei Öffentlichen Ordnern bis einschließlich Exchange Server 2010. Ab Exchange Server 2013 sprechen wir über Modern Public Folder.

Der Fokus dieses Artikels liegt bei den Öffentlichen Ordnern alter Bauart. Es scheint, dass noch zahlreiche Exchange Server 2007 und 2010 Organisationen mit Öffentlichen Ordnern in Betrieb sind und hier versucht wird, diese so schnell als möglich zu migrieren.

Hier liegt bereits der Denkfehler. 

 

Legacy Public Folder

Bis einschließlich Exchange Server 2010 werden Öffentliche Ordner in einem separaten Datenbanktyp gespeichert, der sog. Public Folder Database. Diese Datenbank verfügt über einen eigenen Replikationsmechanismus, der völlig unabhängig von den Replikationsmechanismen für Postfachdatenbanken der unterschiedlichen Exchange Server Versionen läuft. Dieser Replikationsmechanismus ist seit der Erfindung der Öffentlichen Ordner nicht an die sich wandelnden Anforderungen hinsichtlich der zu replizierenden Datenmengen angepasst worden. 

Ein weiterer Unterschied zu modernen Öffentlichen Ordnern liegt in der Verarbeitung der Public Folder Hierarchie und der Möglichkeit, Ordnerinhalte durch Repliken in mehreren Datenbanken zu speichern. Jeder Ordner verfügt immer über mindestens eine Replik. In einer Exchange Umgebung mit nur einer Datenbank für Öffentliche Ordner ist das der Normalfall und stellt uns noch nicht vor Herausforderungen. 

Das folgende Diagramm zeigt das Replikationsdilemma der Legacy Public Folder. In diesem Beispiel gehören zur Exchange Organisation Exchange Server in Europa (EMEA) uund Asien (APAC). Die Hierarchie der Öffentlichen Ordner steht organisationsweit zur Verfügung. Die Ordner der Hierarchie sind mit ihren Repliken auf zwei Datenbanken verteilt.

Diagramm Legacy Public Folder Example

 

Dieser Ansatz wurde gewählt, um Anwendern in Asien einen Zugriff mit möglichst niedriger Latenz zur Verfügung zu stellen. Dieses Modell lässt sich nun beliebig komplex ausweiten. Die häufigsten Gründe für die Nutzung mehrerer Public Folder Datenbanken sind:

  • Bereitstellung von Öffentlichen Ordner in einer geographisch lokalen Exchange Umgebung, wie im o.g. Beispiel, um WAN-Strecken zu entlasten
  • Aufteilung der Inhalte aufgrund der Datenbankgröße 
    • Technisch wird eine Dateigröße bis 2TB unterstützt, jedoch steigt das Risiko von Fehlern in den Replikationstabellen ab einer Dateigröße von 1TB exponentiell an

Große Public Folder Datenbanken sind immer wieder der Grund für Replikationsprobleme und damit einhergehenden Datenverlusten. Ein weiterer Grund für Replikationsprobleme liegt in der Art der Replikation. Die Replikation erfolgt per SMTP-Nachrichten zwischen Exchange Serversystemen. Die Kommunikation besteht aus System- und Inhaltsnachrichten von fester Größe. Und hier ergeben sich die nächsten Herausforderungen für Replikation der Öffentlichen Ordner:

  • Die Größe der Replikationsnachrichten wird durch ein Konfiguration in der Windows Systemregistrierung kontrolliert und kann je beteiligtem System anders sein
  • Die Größenbeschränkungen der beteiligten Sende- und Empfangskonnektoren können die Zustellung u.U. verhindern
  • Bei einer Replikation von Exchange Server 2007 zu Exchange Server 2010 kann es zu Fehlern bei der Konvertierung der Inhaltsnachrichten und damit leider auch zu Datenverlusten kommen
  • Lokale installierte SMTP-Virenscanner können einzelne System- und Inhaltsnachrichten filtern
    • Schlecht programmierte und konfigurierte SMTP-Virenscanner sind der natürliche Feind der Public Folder Replikation
  • Virtualisierte Exchange Server Systeme, mit falscher Prozessort- und Speicherkonfiguration können zu Datenverlusten führen
    • Bevor replizierte Inhalte, die auf mehrere Nachrichten verteilt sind, in einen Öffentlichen Ordner geschrieben werden, müssen alle Inhaltsnachrichten empfangen und verarbeitet werden
    • Kommt es bei der In-Memory Verarbeitung zu einem Fehler, wird der Inhalt verworfen, nicht gespeoichert und stattdessen per Systemnachricht neu angefordert, jedoch nicht beliebig oft

Diese Auflisting hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zu unterschiedlich sind die Betriebssituationen für Öffentliche Ordner. Dies bezieht sich nicht nur auf die Exchange Server Versionen, die im Einsatz sind, sondern auch auf das Alter und die Historie der Öffentlichen Ordner. Desto länger eine Öffentliche Ordner Hierarchie bereits in Betrieb ist, desto größer ist auch das Risiko von korrupten Altdaten. In der Vergangenheit und im täglichen Betrieb werden Sie höchstwahrscheinlich keine Probleme festgestellt haben. Für eine Migration jedoch, sich diese alten Daten ein Hindernis. Einer der häufigsten Gründe für Probleme mit alten Hierarchien sind verwaiste Einträge für die Zugriffsberechtigung (ACL). Hier kommt Ihnen PowerShell zur Hilfe.

 

Warum all das?

Im Oktober erreicht Exchange Server 2010 das finale Supportende. Für Öffentliche Ordner alter Bauart gibt es dann keinen Support mehr. Wenn Sie auf Öffentliche Ordner nicht verzichten können, ist eine MIgration zu modernen Öffentlichen Ordner die einzige Alternative. Hier stehen Ihnen entweder Exchange Online oder Exchange Server 2016 zur Verfügung. Mit einer einzigen Public Folder Datenbank ist dies eine leichte und bestens dokumentierte Aufgabe. 

Die große Herausforderung ist, wenn Ihre Öffentliche Ordner Hierarchie über mehr als eine Datenbank verteilt ist. Noch größer die Herausforderung, wenn sich diese Datenbanken auf Exchange Server 2007 und Exchange Server 2010 aufteilen. Ich empfehle Ihnen dringen, vor einer Migration zu modernen Öffentlichen Ordnern einen Versionsmix von 2010 und 2007 zu beseitigen. 

 

Zeit und Geduld

Die Migration von Öffentlichen Ordnern und die damit einhergehenden Vorbereitungsarbeiten brauchen Zeit. Es ist nahezu unmöglich, solch eine MIgration zeitlich exakt vorauszuplanen. Auch mit einer guten Vorbereitung bleibt das Risiko von Fehlern, die erst bai der Ausführung der MIgration auftreten und damit die Migration verzögern. 

Die notwendige Geduld und Ausdauer fehlt heutzutage meist. Ich kann an Sie nur appelieren, sich für die Migration ausreichend Zeit zu nehmen. Geben Sie jedem uneinsichtigen Projektmanager gerne meine Kontaktdaten. 

Wenn sich in Ihrer Öffentlichen Ordner Hierarchie Repliken auf mehrere Datenbanken aufteilen, hilft der Public Folder Replication Report, um festzustellen, ob die Repliken über die gleiche Anzahl an Objekten verfügen.

Die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Migration der Öffentlichen Ordner sind:

  • Reduzieren Sie das zu migrierende Datenvolumen durch Export und Löschung nicht mehr benötigter Daten
  • Reduzieren Sie die Anzahl E-Mail-aktivierter Ordner
    • Übertragung der E-Mail-Adresse und Ordnerinhalte in freigegebene Postfächer oder zu Microsoft Teams
    • Abschaltung der E-Mail-Funtkion
  • Bereinigen Sie die verbleidende Ordnerhierarchie
    • Entfernung verwaister Berechtigungen
    • Korrektur nicht unterstützer Zeichen in Ordnernamen
    • Korrektur nicht konformer Alias-Namen von E-Mail-aktivierten Ordner
  • Bereinigen Sie den MESO-Container im Active Directory
    • Entfernung verwaister Einträge von ehemals E-Mail-aktivierten Ordnern
  • Prüfen Sie die Ordnergrößen der einzelnen Öffentlichen Ordner unter Berücksichtung der aktuellen Limits
    • Eventuell muss ein Ordner aufgeteilt werden
  • Prüfen Sie die gespeicherten Objektgrößen unter Berücksichtigung der aktuellen Limits
    • Eventuell müssen zu große Objekte exportiert und gelöscht werden
  • Prüfen Sie den Zustand der Ordnerrepliken, wenn Sie mehr als eine Public Folder Datenbank verwenden
  • Passen Sie vor einer Migration die Limits für Öffentliche Ordner in der Exchange Organisation an

All diese Aktiviäten benötigen Zeit. Die Änderungen müssen zwischen Exchange Datenbanken repliziert werden. Ebenso dürfen Sie die Zeiten für Replikation von Änderungen im Active Directory nicht unterschätzen. 

 

Links

Durch die technischen Umstrukturieren bei Microsoft, insbesondere durch die Stilllegung der TechNet-Ressourcen, werden zahlreichen Quellen für Legacy Public Foldern in der Zukunft nicht mehr erreichbar sein. Ich empfehle Ihnen, sich die noch erreichbaren Quellen zu sichern, z.B. als Ausdruck in OneNote.

Hier sind einige Links zu weiteren Blogartikeln und anderen Ressourcen für Öffentliche Ordner

 

Viel Spaß mit Exchange!

 

Weiterlesen »
The English version of this post is available at ENow's ESE blog: Microsoft Certifications in the Cloud Era

 

IllustrationDer IT-Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld von heute sind mit dem der Vergangenheit nicht mehr zu vergleichen. Auch ohne die starken Veränderungen der letzten Monate, die zu einer vermehrten Nutzung von Remote-Arbeit geführt haben, hat sich die tägliche Arbeit für IT-Administratoren stark verändert.

In der Vergangenheit gab es IT-Generalisten, die sich in zahlreichen Themenfelder gut auskannten, und IT-Spezialisten, die sich mit einem Produkt oder einer kleinen Produktgruppe sehr gut auskannten. Dies war in einer Zeit, in der Softwarelösungen nur in lokalen IT-Infrastrukturen betrieben wurden, vollkommen ausreichend.

Dies hat sich in den letzten 15 Jahren durch die Einführung und verstärkte Nutzung von Cloud-Diensten verändert. Diese Veränderung sorgt oft für einer persönliche Verunsicherung und schürt die Angst um den eigenen Arbeitsplatz.

Eine moderne IT-Infrastruktur besteht heute aus On-Premises und Cloud-Komponenten, die oftmals in einer komplexen Hybrid-Konfiguration miteinander verbunden sind. Anwender greifen mit unterschiedlichen Geräten von überall auf bereitgestellte Ressourcen des Unternehmens zu. Dieses breite Feld der Technologien und Zugriffswege erfordert ein umfassendes Wissen über die eingesetzten Komponenten. In der Zuständigkeit und Verwaltung dieser Komponenten verschwimmen die Grenzen immer mehr und haben besondere Anforderungen im Hinblick auf die fachliche Zertifizierung.

Vor zwei Jahren hat Microsoft einen neuen Zertifizierungsansatz eingeführt, um den rollenbasierten Bedürfnissen in einer modernen Arbeitswelt Rechnung zu tragen. Eine moderne Job-Rolle in der IT ist nicht mehr nur auf ein einzelnes Microsoft Produkt fokussiert, sondern erfordert Kenntnisse in einem Themenschwerpunkt und weiteren Produkten und Diensten.

 

Lern- und Zertifizierungspfade

Auf Microsoft Learn stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um sich mit neuen Themen zu beschäftigen und neue Fertigkeiten zu erlernen. Ob Sie diese Materialen dazu nutzen, um sich auf eine Zertifizierungsprüfung vorzubereiten oder einfach nur etwas Neues erlernen möchten, ist Ihnen überlassen. Der entscheidende Vorteil ist, dass Sie das Lerntempo selbst festlegen.

Die Bezeichnungen der Microsoft Zertifizierungen haben schon immer einem Wandel unterlegen. Aber ganz unabhängig davon, welche Zertifizierung Sie erwerben, ab der ersten bestandenen Prüfung sind Sie MCP, ein Microsoft Certified Professional. Die erlangten Prüfungen geben dann Auskunft über die individuelle Qualifikation.

In den letzten Jahren gab es die Zertifizierung zum Microsoft Certified Solutions Administrator (MCSA) und die erweiterte Zertifizierung zum Microsoft Certified Solutions Engineer (MCSE).

Die aktuellen rollenbasierten Zertifizierungen basieren ebenfalls auf einer zweistufigen Qualifikation. In der ersten Stufe erlangen Sie die Zertifizierung im Associate-Level. Mit dieser Zertifizierung zeigen Sie, dass Sie sich in einem bestimmten Themenfeld, wie z.B. Microsoft 365 Messaging, sehr gut auskennen. Sie ist grob mit der Zertifizierung zum MCSA vergleichbar.

Das folgende Diagramm zeigt exemplarisch, für welche Themen Sie in der Prüfung MS-203 Ihr Wissen beweisen müssen. Mit bestandener Prüfung erhalten Sie die Zertifizierung zum Microsoft 365 Certified Messaging Administrator Associate.

Diagramm Microsoft 365 Certified Messaging Administrator Associate

 

Informationen zum Selbststudium finden Sie bei Microsoft Learn. Wenn Ihnen das Selbststudium nicht zusagt, haben Sie auch die Möglichkeit, einen Kurs bei einem zertifizierten Microsoft Learning Partner zu buchen.

Wenn Sie sich unsicher fühlen, solch eine Prüfung abzulegen, können Sie auch mit einer Basis-Zertifizierung (Fundamentals) starten, die allerdings nicht zur Erlangung einer Expert-Zertifizierung berechtigt. Solch eine Prüfung dient der persönlichen Prüfung von Basiswissen.

Nach dem Bestehen einer Associate-Prüfung können Sie durch das Ablegen weiterer Prüfungen die Expert-Zertifizierung erlangen. Solch eine Zertifizierung erfordert immer mehrere Prüfungen.

Das folgende Diagramm verdeutlich dies für die Zertifizierung zum Microsoft 365 Certified Enterprise Administrator Expert.

Diagramm Microsoft 365 Certified Enterprise Administrator Expert

 

Um diese Zertifizierung zu erreichen, müssen Sie sowohl die beiden Expert-Prüfungen MS-100 und MS-101, als auch mindestens eine der Microsoft 365 Associate-Prüfungen bestehen. Ob Sie nun aufgrund Ihrer Rolle im täglichen Arbeiten sich für weitere Themen zertifizieren möchten, liegt bei Ihnen. Die Zertifizierung zum Microsoft 365 Certified Teams Administrator Associate (MS-700) ist thematisch eine sehr gute Ergänzung.

Aktuell gibt es folgende Expert-Zertifizierungen:

  • Microsoft Azure Apps and Infrastructure 
    • Azure Solutions Architect
    • DevOps Engineer
       
  • Microsoft Azure Data and AI
    • Azure Solutions Architect
    • DevOps Engineer
       
  • Microsoft 365
    • Microsoft 365 Enterprise Administrator
       
  • Microsoft Dynamics 365
    • Dynamics 365 + Power Platform Solution Architect
    • Dynamics 365: Finance and Operations Apps Solution Architect
       
  • Microsoft Power Platform
    • Dynamics 365 + Power Platform Solution Architect

Das Certification Handbook bietet Ihnen immer eine aktuelle Übersicht der verfügbaren Basis-, Associate-, Expert und Speciality-Zertifizierungen.

Neben den bereits erwähnten Expert-Zertifizierungen gibt es noch Speciality-Zertifizierungen. Hier belegen Sie, dass Sie im jeweiligen Themenfeld ein absoluter Spezialist sind. Aktuell gibt es Speciality-Zertifizierungen für Azure for SAP Workloads und Azure IoT Developer.

Ob Sie einer Microsoft Zertifizierung erlangen möchten liegt ganz bei Ihnen. Die Wichtigkeit solcher Zertifizierungen hängt sehr stark von der Region ab, in der Sie leben und arbeiten. In manchen Regionen ist eine Microsoft Zertifizierung, zusätzlich zu einer allgemeinen IT-Berufsausbildung, verpflichtend, in anderen wiederum optional.

Neben den beruflichen Anforderungen hilft solch eine Zertifizierung auch, dass eigene Wissen zu überprüfen. Jede bestandene Prüfung stärkt das Selbstvertrauen und damit automatisch hilfreich für jedes Personalgespräch über die berufliche Zukunft.

 

Zertifizierungsempfehlungen

Ich möchte Ihnen Empfehlungen für Microsoft Zertifizierungen geben, mit denen Sie für Ihre persönliche berufliche Zukunft gut gewappnet sind.

  • Wenn Sie hauptsächlich im Bereich IT-Backend-Services tätig sind und sich für Microsoft 365 interessieren, empfehle ich Ihnen die Zertifizierung zum Microsoft 365 Enterprise Administrator Expert.

    Wählen Sie die für Sie passenden Associate Zertifizierung als Ausgangspunkt. Zur Auswahl als Associate-Prüfung stehen Microsoft Teams, Microsoft 365 Security, Messaging (Exchange) oder Modern Desktop (Windows 10) zur Verfügung. Wenn Sie über eine aktive MCSE Productivity Zertifizierung verfügen, können Sie diese als Associate-Äquivalent nutzen.
     
  • Wenn Sie im Bereich IT-Infrastruktur arbeiten und die IT-Infrastruktur in Ihrem Unternehmen zu Microsoft Azure erweitert werden soll, empfehle ich die Zertifizierung zum Azure Solutions Architect Expert.

    Diese Expert Zertifizierung erfordert keine zusätzliche Azure Associate-Zertifizierung.
     
  • Als dritte Empfehlung möchte ich Ihnen eine Zertifizierung im Bereiche Business Applications ans Herz legen. Die Power Platform ist die Zukunft für individuelle Geschäftsapplikationen, Workflows und Berichte. Hier empfehle ich die Zertifizierung zum Dynamics 365 + Power Platform Solution Architect.

    Diese Zertifizierung erfordert eine der Dynamics 365 Associate-Zertifizierungen und die zusätzliche Expert-Zertifizierung.

 

Mit Microsoft Learn steht Ihnen eine einheitliche Plattform zur Verfügung, um ganz im eigenen Tempo zu lernen. Nutzen Sie die Microsoft Leanr Plattform und die Produktdokumentationen auf Microsoft Docs, um Ihr Wissen über Microsoft Produkte und Dienste auf Stand zu halten.

Das Certification Poster bietet Ihnen einen Schnellüberblick über die verfügbaren Zertifizierungen.

Ob Sie sich dazu entscheiden, eine Zertifizierungsprüfung abzulegen, ist ganz Ihnen überlassen. Meine Empfehlung ist: lassen Sie sich zertifizieren.

 

Links

 

 

Weiterlesen »