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Granikos Technology Blog

The english version of this post is available at the ENow Software Blog: Floating Mailbox Databases in Exchange 2019: Pros & Cons

 

Seit den frühen Tagen von Exchange Server werden die maximale Postfachgrößen (Quota) von Anwenderpostfächern reglementiert. Diese Konfiguration erfolgte in vielen Exchange Organisationen über die Quota-Einstellungen der Postfachdatenbanken und galt somit einheitlich für alle in der jeweiligen Datenbank gespeicherten Postfächer. Dieses Vorgehen war in der Vergangenheit hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass der vorhandene Festplattenspeicher knapp und teuer war.

Das folgende Beispiel zeigt zwei Datenbanken für Standardanwender (DB-USER-1/-2) und eine Datenbank mit größeren Postfächern für das obere Management (DB-C-Level).

Postfach Datenbanken Beispiel 1 | Dedizierte Datenbank je Anwendergruppe

 

Diese Vorgehensweise wurde für viele Exchange Organisationen auch bei der Transition zu modernen Exchange Server Versionen ab Version 2013 nie infrage gestellt. Die alten Betriebsmuster wurden einfach übernommen.

 

Vorteile

Mit den modernen Exchange Server Versionen und den Empfehlungen für den Betrieb nach Preferred Architecture ist diese Art des Betriebs von Exchange Server Postfächern nicht mehr sinnvoll. Eine der wichtigsten, nichttechnischen, Empfehlungen, ist die Standardisierung und Vereinfachung des Betriebs der gesamten Exchange Server Plattform. Gerade im Hinblick auf einen hybriden Betrieb, also den parallelen Betrieb einer lokalen Exchange Organisation mit Anbindung an Exchange Online, ist eine Vereinfachung des Betriebs angeraten.

Eine Standardisierung und Vereinfachung des Betriebs erreichen Sie durch die Konfiguration der Postfachgrenzwerte auf Postfachebene. Hierdurch werden dedizierte Postfachdatenbanken für unterschiedliche Anwenderkreise überflüssig. Sie können Postfächer beliebig zwischen den Datenbanken verschieben und so flexibler auf Herausforderungen in der lokalen IT-Infrastruktur reagieren.

Das nachfolgende Beispiel verdeutlicht dies mit drei Postfachdatenanken (DB-1/-2/-3), in den eine unterschiedliche Anzahl an Postfächern mit unterschiedlichen Größen gespeichert ist.

Postfach Datenbanken Beispiel 2 | "Free-Flow" Datenbanken ohne Zuordnung einer Anwendergruppe

 

Noch deutlicher wird die Vereinfachung für den täglichen Betrieb, wenn wir uns eine Verteilung von unterschiedlichen Anwenderpostfächern (MBX, grün/gelb) und aktivierten Online-Archiv-Postfächern (ARC, grün) anschauen.

Postfach Datenbanken Beispiel 3 | "Free-Flow" Datenbanken für Anwender- und Online-Archiv-Postfächer

 

Nun gibt es neben Anwenderpostfächern und Online-Archiv-Postfächern noch weitere Postfachtypen:

  • Raum- und Ressourcenpostfächer (RES, grau)
  • Postfächer für Öffentliche Ordner (PF, orange)

Mit diesen zusätzlichen Postfachtypen ergibt sich für einen vereinfachten Betrieb das folgende Beispiel mit Postfächern verteilt über fünf Postfachdatenbanken.

Postfach Datenbanken Beispiel 4 | "Free-Flow" Datenbanken für Anwender-, Online-Archiv-, Ressourcen- und Public Folder-Postfächer

 

Bei einer modernen Betriebsweise von Exchange Server mit einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe (DAG) benötigen Sie keine klassische Form der Datensicherung. Alle benötigten Schutzfunktionen sind in Exchange Server integriert. Daher ist es auch unerheblich, in welcher Postfachdatenbank ein bestimmtes Postfach gespeichert ist. Diese Art des Betriebs entspricht grundsätzlich dem Betrieb von Exchange Online. Dort wird ein Anwenderpostfach ebenfalls nur in „irgendeiner“ Postfachdatenbank gespeichert.

 

Nachteile

Gibt es auch Nachteile für solch einen vereinfachten und standardisierten Betrieb von Postfachdatenbanken in einer lokalen Exchange Server Organisation?

Es gibt einen Nachteil für den Betrieb einer solchen Exchange Server Datenbank Umgebung. Zumindest dann, wenn Sie weiterhin auf eine klassische Datensicherungsmethode setzen und regelmäßig Postfachinhalte aus einer Datensicherung wiederherstellen müssen. In diesem Fall müssen Sie wissen, in welcher Datenbank ein Postfach zum Zeitpunkt der Datensicherung gespeichert war, um explizit genau diese Datenbank wiederherstellen zu können. Im Active Directory Objekt eines Postfacheigentümers existiert keine Historie der vorherigen Speicherorte eines Postfaches. Es ist immer nur die aktuelle Postfachdatenbank im AD-Objekt gespeichert.

Für die Sicherheit im Betrieb und in der Verwaltung gibt es keine Einschränkungen. Mit Exchange Server Role Based Access Control (RBAC) haben Sie alle Möglichkeiten, um die Verwaltung besonderer Postfächer, z.B. Geschäftsführung, nur bestimmten Mitarbeitern zu erlauben. Von einer Einschränkung der Zugriffsmöglichkeiten durch die direkte Anpassung von Active Directory Objektberechtigungen sollten Sie absehen. Diese Anpassung ist im Vergleich zu eine Berechtigungssteuerung mit RBAC wesentlich unsicherer.

 

Fazit

Der moderne Betrieb von Exchange Server mit einer datenbankunabhängigen Steuerung der Postfachgrenzwerte bietet Flexibilität und Standardisierung. Im Hybrid-Betrieb mit Exchange Online stellen Sie Postfächer in der lokalen Exchange Organisation in der gleichen Art und Weise bereit, wie sie auch in Exchange Online erfolgt. Sie haben somit eine einheitlich Betriebsart. Der einzige Unterschied sind die unterschiedlichen Postfachgrenzwerte im Vergleich zu Exchange Online. Idealerweise passen Sie auch die Grenzwerte in der lokalen Exchange Organisation denen in Exchange Online an.

Sollte Ihre lokale IT-Infrastruktur nicht die erforderlichen Rahmenparameter für einen sicheren und stabilen Betrieb von Exchange Server bieten, die Verfügbarkeit von Postfächern für Ihr Unternehmen aber wichtig sein, so ist Exchange Online die bessere Alternative.

 

Links

 

Viel Spaß mit Exchange Server!

 


Sie möchten mehr über Exchange Server 2019 lernen? Werfen Sie einen Blick in das Buch "Microsoft Exchange Server 2019: Das Handbuch für Administratoren".

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Cover - Exchange Server 2019 - Das Handbuch für AdministratorenHeute ist mein Buch "Exchange Server 2019 - Das Handbuch für Administratoren" im Rheinwerk Verlag erschienen.

Ein Buch über ein Produkt zu verfassen, dass seit mehr 20 Jahren auf am Markt und für den Betrieb in einer lokalen IT-Infrastruktur gedacht ist, war eine ganz besondere Erfahrung. Exchange Server verwendet auch heute noch Funktionen, die ihren technologischen Ursprung im letzten Jahrhundert hatten. Das Wissen um diese Funktionen ist für eine gute Planung und einen sicheren Betrieb von Exchange Server 2019 unerlässlich. 

Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel:

  • Exchange Server - Vergangenheit und Zukunft
  • Exchange Server-Plattform
  • Planung der Exchange Server-Plattform
  • Installation der Exchange Server-Plattform
  • Konfiguration der Exchange Server-Plattform
  • Betrieb der Exchange Server-Plattform
  • Exchange und Compliance
  • Best Practices und Beispiele "ungünstiger" Exchange-Implementierungen
  • Quick Guides

 

 

Die Zeit des Schreibens war nicht nur für mich eine Herausforderung. Daher möchte ich mich bei den Menschen bedanken, die mich bei diesem Projekt unterstützt und mir den notwendigen Freiraum und Rückhalt gegeben haben. Mein ganz persönlicher Dank, für die nicht immer leichte Zeit, geht an Nicole, Frank und Stephanie. Für die fachliche Kritik und kreative Ideen möchte ich mich bei Dirk, Katharina, Stephan und Torsten bedanken.

Das Buch ist als gebundene Ausgabe im Handel erhältlich. Beim Rheinwerk Verlag ist es zusätzlich als E-Book verfügbar.

Links

 

Viel Spaß mit meinem Buch und mit Exchange Server 2019!

 

 

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Anfang Juli habe ich einen Workshop zum Thema Planung und Implementierung eines Upgrade zu Exchange Server 2016 gehalten. 

Die im Workshop verwendte Präsentation steht seit heute bei Slideshare zum Download bereit. Neben dem technischen Teil gab es auch Themenblöcke mit freier Diskussion. Diese sind natürlich nicht Bestandteil der Präsentation.

 

Viel Spaß mit Exchange Server 2016.

 


Sie benötigen Hilfe bei der Planung und Installation Ihrer Exchange Server Plattform? Sie haben Fragen über Ihre bestehende Exchange Server Infrastruktur und möchten Exchange Online implementieren? Kontaktieren Sie uns per E-Mail info@granikos.eu oder besuchen Sie unsere Webseite http://www.granikos.eu

 

 

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Die Aufzeichnung zum Webinar Deploy Exchange 2016 On-prem and Hybrid Webinar vom 26. Oktober 2015 ist bei YouTube verfügbar.

In diesem Webinar sprach Michael Van Hoorenbeeck über die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten zur Hybridbereitstellung von Exchange Server 2016.

Link


Sie benötigen Hilfe bei der Entscheidung für oder gegen einen Wechel zu Office 365? Unser Office 365 Workshop hilft Ihnen, die für Sie und Ihr Unternehmen passenden Entscheidungen zu treffen. Melden Sie sich bei uns: info@granikos.eu

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Exchange Server 2016Unser Partner ENow bietet am 27. Oktober 2016 ein Webinar zum Thema "Deploy Exchange 2016 On-prem and Hybrid".

Michael Van Horenbeeck (aka VanHybrid) zeigt in diesem Webinar, wie man Exchange Server 2016 in einer Hybrid Konfiguration betreibt und verwaltet.

"Support for Office 365 is part of the Exchange 2016 DNA. Yet, traditional on-premises deployment still make up a large number of Exchange deployments worldwide. In this session, we will cover the various deployment options and take a peek into what it takes to install, configure and manage an Exchange 2016 on-premises or Exchange 2016 hybrid deployment."

Termin

  • 27. Oktober 2016
  • 19.00 Uhr (CET), 10:00 Uhr (PT)

Anmeldung

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